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Backedampfen – Das größte Missverständnis

Einfach Ponyhof oder doch mehr?

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Das Thema der Zugtechniken wurde zwar schon im Die Einsteigerkurs angesprochen.
Denn die Zugtechnik entscheidet darüber welches Gerät man wählen sollte. Und somit entscheidet es auch darüber ob das Dampfen als Abschied vom Rauchen Erfolg haben kann oder nicht.
Hat man das falsche Gerät, kann das natürlich dazu führen dass Dampfen einem nicht das gibt was man gerade am Anfang braucht. Nämlich einen adäquaten Ersatz für die Kippe.

Dabei fällt bei Gesprächen mit Einsteigern immer wieder ein großes Missverständnis auf. Vielleicht sogar das größte Missverständnis das in der deutschsprachigen Dampferwelt kursiert. Denn fragt man einen Raucher der gerade mit seinem ersten Gerät herumspielt ob er backedampft, wird er das in der Regel kategorisch verneinen. Denn bei „Backedampfen“ denkt jeder Raucher automatisch an „Backerauchen“. Also Paffen. Das ist falsch!

Eins einmal vorweg: Dampf wird immer inhaliert. Es gibt beim Dampfen kein Paffen. Denn das macht wenig Sinn.
Im Gegensatz zum Rauchen wird der Geschmack eher beim Ausatmen als beim Sammeln im Mund empfunden. Deshalb schmeckt Dampf den man nur pafft auch nach ziemlich nichts. Für Geschmack muss Luft vorhanden sein. Erst dann raffen die Geschmacksknospen auf der Zunge was abgeht. Und deshalb machen Kaffee- und Wein-Tester aus so seltsame Geräusche beim probieren, die ziehen Luft durch das was sie im Mund haben.
Außerdem wird so -ebenfalls anders als beim Rauchen- kaum Nikotin aufgenommen.
Paffen macht also überhaupt keinen Sinn. Da kann man sich auch in die Sauna setzen und den Aufguss inhalieren, da hat man mehr von.

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Vaper Duck Lip Syndrome: Falsche Dampfe. Unheilbar.

Der mitteleuropäische Raucher zieht an der Zigarette, sammelt den Qualm im Mund, öffnet leicht den Mund und inhaliert alles auf einen Schwups. Das nennt man beim Dampfen „Backedampfen“. Können wir auch nichts für, wir haben es uns nicht ausgedacht.
Die meisten benutzen inzwischen auch lieber den Begriff M2L. (Mouth To Lung)
Bei den größeren Geräten, Subohm-Geschichten, Cloud Chasing und so weiter, wird der Dampf direkt inhaliert. Ohne Zwischenstopp, als wenn man durch das Gerät einatmet. Das ist der Unterschied!

Dieser Unterschied ist gerade beim Umstieg sehr wichtig!
Es gibt immer mehr Umsteiger die vorher bereits Shisha geraucht haben. Oder gekifft. Die kennen das. Und die haben meist auch keine Probleme direkt auf die entsprechenden Geräte umzusteigen.
Für einen durchschnittlichen Raucher ist das am Anfang jedoch nichts. Weil er erst einmal das Gefühl hat an einem Gartenschlauch zu saugen.
Um aber den Übergang vom Rauchen auf das Dampfen leicht zu schaffen, sollte man beim Dampfen auch ungefähr das Gefühl haben wie beim Rauchen. Und es bringt nichts wenn man die ganze Zeit versucht den Dampf zu sammeln, dabei das Gefühl hat an einer leeren Rolle Klopapier zu saugen und sich nach einer Kippe sehnt. Nicht wenige werden genau aus diesem Grund die Dampfe in die Ecke geschmissen und wieder zur Zichte gegriffen haben.

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Typischer Backedampfer: Aspire Nautilus mit 1,8 Ohm Coils

Ein Backedampfer braucht deshalb andere Geräte als jemand der auf Lunge dampft. Er braucht eher einen hohen Zugwiderstand. Zu empfehlen ist auch ein eher dünnes Drip Tip. Da das den Dampf besser kühlt, verdichtet und auch das Gefühl des Zugs an einer Zigarette besser wiedergibt.
Geeignete Verdampfer erkennt man von vorn herein meist schon an den schmalen Drip Tips. Nur um mal Beispiele einzuwerfen: Das alte aber nach wie vor Standardgerät für Backedampfen Nautilus von Aspire, die eGrip oder auch alle eGo Geräte.
Auch zu erkennen sind die Geräte an den Leistungsmerkmalen. Denn Backedampfer bevorzugen meist Widerstände über einem Ohm.

Leider haben es viele auch im Hinterkopf dass Backedampfen etwas für schwule Mädchen ist. Auch das kommt sicher von dem Missverständnis vom Paffen. Das ist vollkommener Blödsinn.
Hat man sein Gerät richtig eingestellt sind der Flash und der Hit absolut vergleichbar. Im Gegenteil, Dampfer die lange nur auf Lunge gedampft haben sind oftmals überrascht bis erschrocken welche Power da raus kommen kann. Denn der Dampf ist voluminöser und dichter. Dampfen die dann auf Backe bekommen sie das Husten.
Man kann nicht pauschalisieren dass weniger Dampf mehr Geschmack bringt. Denn es geht hier um das erwähnte Volumen, die Dichte. Aber schaut man sich mal die hochpreisigen Geräte aus der Edel-Abteilung an wird man feststellen, dass fast alle für über einen Ohm und unter 20 Watt ausgelegt sind. Die sind sehr gezielt auf den Geschmack getuned worden.

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Wie die krassen Bros Backedampfer sehen.

Backedampfen und Lungedampfen ist also daher kein Coolness Faktor. Die Denke ist pubertär. Es ist eher ein Unterschied wie zwischen Zigarette und Zigarre.
Sucht jemand also ein passendes Gerät sollte er erst einmal schauen wie er überhaupt raucht. Oder im besten Falle geraucht hat. Und dann ist der Umstieg aufs Dampfen ungefähr so einfach wie der Umstieg auf eine andere Zigarettenmarke.
Und diejenigen die ständig an ihrem Gerät herumfrickeln weil irgendwie nichts kommt sollten erstmal schauen ob sie überhaupt das richtige Gerät haben.

Schaut Euch das Video vom Dampfmacher einfach mal an. Der zeigt das auch sehr schön. Und ihr werdet sehen, auch er verwendet für die verschiedenen Zugtechniken verschiedene Geräte.

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Joey Hoffmann

Joey Hoffmann

Begründer und inhaltlich Verantwortlicher bei vapers.guru
Marketingberater und Mediengestalter bei einem gemeinnützigen Verein (angestellt). Selbstständiger Mediengestalter, Fachbereich Facebook und Wordpress. Mitglied des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes.
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