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Der endgültige Vaper Jahresrückblick

Was 1 krasses Jahr, vong Vapen her.

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Eigentlich sind Jahresrückblicke der letzte Schwachsinn. Sie dienen lediglich dazu, Klicks oder Zuschauerzahlen zu generieren. Mit minimalem Aufwand und maximalem Effekt. Denn der Mensch neigt zu Jahresrückblicken.

Der Erste Physikalische Satz der Trägheit lautet „Der ruhende Körper neigt zum Fernsehen“. In den Medien wird daraus „Der ruhende Körper neigt zum Jahresrückblick“.
Noch auf Wochen von Weihnachtsgänsen, Dominosteinen, Feuerzangenbowle paralysiert. Und dem Generve der buckligen Verwandtschaft, die man nur aufgrund eines sozialen Paradigmas noch nicht mit einer Kettensäge auf den Waldfriedhof geschickt hat. Da neigt man dann schon einmal dazu, sich in einem Jahresrückblick anzuschauen, was andere in dem Jahr für wichtig hielten. Auch wenn das mit dem eigenen Erlebnishorizont so gar nix zu tun hat.
Damit hat man dann wenigstens einen Grund, sich seiner eigenen Vergänglichkeit ein wenig bewusster zu werden, die Alkoholbestände der Feiertage wieder rauszukramen und sich nochmal die Peitsche quer durchs Gesicht zu ziehen. „Ach das Jahr war ja wieder schnell rum.“

Rückblick macht Sinn

Im Fall der Vaper macht ein Jahresrückblick gerade aber tatsächlich Sinn. Denn das Jahr 2016 wird als ein entscheidendes Jahr für Dampfer in die Vapegeschichte eingehen. Es ist nicht nur unheimlich viel passiert. Es wurden auch entscheidende Weichen für das Dampfen gestellt, die darüber bestimmen, wie es mit dem Dampfen in Zukunft weiter gehen wird.
Dabei darf man zwei Aspekte nicht vernachlässigen. Zum ersten steigen so schnell so viele Menschen auf das Dampfen um, dass viele die heute Dampfen sicher gar nicht wissen, was sich in den letzten 12 Monaten getan hat. Und zum zweiten war die Ausgangslage zu Beginn dieses Jahres eine ganz andere.

Die TPD2

EU Kommission: Sammelbecken von Regulierwütigen

Ende April des letzten Jahres hat die EU die Tabakproduktrichtlinie 2 beschlossen. Es dauerte dann noch einige Monate, um die an die Regierungen der Mitgliedsstaaten zu faxen. Und gegen Ende des Jahres tauchten dann die ersten Referentenentwürfe für ein deutsches Gesetz auf. Denn die einzelnen Länder hatten nun Zeit bis zum Mai 2016, das als Gesetz für ihre Nation umzusetzen.
Beide Schriftstücke waren Anlass, dass alle Hobby Juristen und Untergangspropheten sich auf das Netz stürzten und ihre Sicht der Dinge öffentlich kundtaten.
Und was war da alles zu lesen? Foren und Facebook Gruppen würden verboten werden, weil ja Werbung verboten würde. Aromen würden verboten. Geräte würden verboten. Tankverdampfer dürften nur noch 2ml fassen. Glasbehälter dürfte es nicht mehr geben. Es tauchten sogar verängstigte Fragen auf, ob man seine E-Zigaretten dann abgeben muss.
Dabei wurde schon der erste Schritt oft nicht verstanden. Nämlich dass die EU nur eine Richtlinie vorgibt und die Mitgliedsstaaten das in eigenen Gesetzen umsetzen müssen. Bis heute faseln irgendwelche Dampfpromis ständig von der TPD. Was ein Unfug.
Wie unterschiedlich das nämlich aussehen kann, sehen wir an den Beispielen Österreich und England. In Österreich wurde innerhalb weniger Tage der Online Handel verboten und Händlern die Existenzgrundlage genommen. In England wird die E-Zigarette als wirkungsvolles Mittel der Öffentlichen Gesundheit erkannt und vom Staat empfohlen.

Popcorn Lunge

Zum Jahreswechsel grassierte auch mal wieder die inzwischen berühmte Popcorn Lunge durch das Netz. Der Aromastoff Diacetyl steht im Verdacht die Krankheit Bronchiolitis obliterans zu verursachen.
Eigentlich heißt diese Krankheit „Popcorn Workers Lung“. Das war ursprünglich eine Wortschöpfung der US amerikanischen Presse, nachdem mehrere Mitarbeiter einer Fabrik für Popcorn erkrankt waren und daraufhin ihren Arbeitgeber verklagt hatten. Denn Diacetyl wird für den buttrigen Geschmack auch bei Popcorn verwendet.
Ein Zusammenhang konnte bis heute nicht eindeutig nachgewiesen werden. Geschweige denn, dass es einen dokumentierten Fall von Popcorn Lunge bei Dampfern gibt. Was auch seltsam wäre, denn Tabak enthält ebenfalls Diacetyl, und die meisten Vaper haben jahrzehntelang Zigarette geraucht.
Aber wie es so in der Medienlandschaft ist, es wird etwas genommen, zur Meldung gemacht, und die Rezipienten meinen dann aufgeregt, das sei „die“ Wahrheit.

Im Januar kam dann der Gesetzesentwurf für das Tabakproduktgesetz, das die europäische Tabakproduktrichtlinie in deutsches Recht umsetzen sollte, vor den Bundestag.
Viele Dampfer zeigten sich in den Medien enttäuscht, wie undramatisch das abgelaufen ist. Was sie allerdings nicht gewundert hätte, wenn sie sich einmal etwas näher damit befasst hätten, wie Gesetze eigentlich gemacht werden. Bei der ersten Lesung kommt nämlich nie etwas Sinnvolles heraus. Und so ging der Gesetzesentwurf dann auch wieder zurück an die entsprechenden Ausschüsse, nachdem jede Fraktion einmal zum Besten gegeben hat, was sie so davon hält.

Das Wichtigste überhaupt

Dann passierte das mit Abstand wichtigste im Dampferjahr im Februar. Oder war es Ende Januar? Egal. Ich war sicher eh besoffen, sonst wäre es nicht passiert.
vapers.guru ging online.
„Seht! Da oben!“
„Ist das ein Flugzeug?“
„Nein.“
„Ist das ein Vogel?“
„Nein.“
„Es ist der Guru.“
(Und Titelmelodie)

Mal ehrlich Leute, was ist los mit Euch? Toilette im Gehirn?
Erfordert es so viel geistige Flexibilität zu raffen, dass die Seite die Domain „.guru“ hat und das nicht bedeutet, dass ich oder irgendein Helfer sich für einen Guru hält? Seid Ihr auch Personal der Deutschland GmbH, weil Ihr einen Personalausweis habt? Sonst nix im Leben zu tun?
Sucht Euch ein Hobby, verdammte Scheiße.

BGH verbietet E-Zigaretten

Anfang Februar rauschte es dann wieder im Blätterwald, weil der Bundesgerichtshof angeblich die E-Zigaretten verboten hat. Was zwar ein zwei Monate altes Urteil war, dass in der Revision nur ein Urteil von vor Jahren bestätigt hat, weil ein Händler Ethanol in die Liquids gekippt hatte…
Es war aber wieder ein wundervolles Beispiel für die Erregungsbereitschaft der „Community“ in den Online Medien. Hauptsache die Luft scheppert, Hauptsache der Busch brennt. Geblieben ist davon nix.
Erst vor wenigen Tagen hat ein Verband amerikanischer HNO-Ärzte veröffentlicht, dass das ausreißen von Nasenhaaren Infektionen begünstigen könnte. Zwei Stufen später kommt in den Medien an, dass das Ausreißen von Nasenhaaren zum Tode führen kann. Diese Funktionsweise scheint aber bei vielen offenbar nicht anzukommen.

Anhörung im Bundestag

Inzwischen als lustige Rentnerin contra Dampfen unterwegs: Dr. Pötschke-Langer vorm Ausschuss

Mitte Februar kam es dann zur Anhörung des Bundestages im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft zum geplanten Gesetz. Viele werden sich jetzt fragen, was Landwirtschaft mit Dampfen zu tun hat.
Richtig. Nix. Aber durch das Gesetz sollte das Bundesministerium für Landwirtschaft die Verwaltungshoheit bekommen. Das heißt nämlich offiziell auch Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Allerdings war es zu erwarten, dass da nichts Großartiges passiert. Denn in der Regierungskoalition ist es nun einmal so, dass wenn die CDU etwas will, und die SPD sich nicht mit Händen und Füßen wehrt, dann ist das ausgemachte Sache.

Highlight war allerdings Prof. Dr. Bernd Mayer, der vom BfTG  als Sachverständiger vorgeschlagen wurde. Und der wies dann nicht nur die bekannte Dampfgegnerin Dr. Pötschke-Langer, die für die CDU eingeladen war, zurecht. Sondern pfiff auch direkt mal den deutschen Bundestag zusammen.
Er sagte, der Bundestag („Sie alle“) habe eine historische Chance. Elektroautos werden immer wieder durch die Industrie zurück gedrängt. Aber man könne die Entwicklung nicht verhindern. Und genau so sei es mit dem Dampfen. Unsere Enkel würden in einigen Jahren verwundert fragen ob wir tatsächlich mal Autos mit fossilen Brennstoffen betrieben hätten. Und ebenso würden sie danach fragen ob wir verbrannte Pflanzen inhaliert hätten, um Nikotin zu konsumieren. „Und sie alle können dann nicht sagen, sie hätten es nicht gewusst.“

Tabakproduktgesetz verabschiedet

Am 25. Februar wurde dann das Gesetz durch den Bundestag in der zweiten Lesung beschlossen. (Wer die Details nochmal nachlesen will, findet das hier…)
Auch hier durfte jede Fraktion wieder einen Redner stellen. Und dabei wurden dann die politischen Fronten endgültig klar.
Viele Äußerungen zeigten recht deutlich, welchen Wissensstand die Politiker tatsächlich haben. Der Bundesminister Christian Schmidt (CDU) setzte Dampfen mit Tabakkonsum gleich. Und die Abgeordnete der CDU Kordula Kovac las eine Rede vor, die von Dr. Pötschke-Langer vorformuliert gewesen sein könnte. Die üblichen Allgemeinplätze wie Gateway Effekt tauchten auf. Die SPD legte ihr Augenmerk eher auf den möglichen Verlust von Arbeitsplätzen. Denn unter Dampfern wird gerne vergessen, dass die Tabakindustrie durch das Tabakerzeugnisgesetz viel mehr reguliert wird. Vaping ist da eher eine Fußnote.
Ausgewogen präsentierten sich die Grünen, für die sich der Mediziner Dr, Harald Terpe auf das Podium stellte. Hier schien eine tatsächlich vorsichtige Sichtweise durch.
Spannend war die Rede des Linken Frank Tempel, der fast schon Werbung für die E-Zigarette machte. Die Fraktion enthielt sich dann aber geschlossen bei der Abstimmung zum Gesetz. Es hätte eh nichts geändert.

Das Highlight des Tages war aber die Drogenbeaftragte der Bundesregierung, die Mortler Marlene von der CSU. Neben den üblichen Argumenten (Könnte mal bitte jemand an die Kinder denken!) vergallopierte sie sich so, dass sie tatsächlich folgenden Satz wortwörtlich heraushaute.

3000 Menschen sterben an den Folgen des Nichtrauchens.

Man nennt sie nur noch „die 3000er Mortler“

Großes Damentennis.
Einen spannenden Einblick wie es gehen kann, sah man dann beim zweiten Sprecher der SPD. Marcus Held war von Dampfern seines Wahlbezirks in einen Store eingeladen worden, hatte sich informiert und gab eine sehr positive Einschätzung zur E-Zigarette. Er bestand darauf, dass die E-Zigarette neben dem Tabak eine echte Chance haben müsse.

Was wird sich ändern?

Natürlich rollte auch danach wieder die nächste Panikwelle durch Social Media.
Was für den Endverbraucher jetzt aber bleibt, sind vor allem zwei Einschränkungen. Nikotinhaltige Liquids und Basen wird es ab Mai 2017 nur noch bis maximal 10ml und höchsten 20mg Nikotin geben. Das ist nach derzeitigem Stand alles, was bei den Weltuntergangsszenarien übrig geblieben ist.
Zwar arbeitet das Ministerium nun an einer Verordnung. Wie dem Verbot einiger Zusatzstoffe. Die sind aber relativ uninteressant, weil sie entweder nicht verwendet werden oder ersetzbar sind.
Das einzige was Verbraucher schmerzen könnte, ist das im Referentenentwurf geplante Verbot von Menthol in Liquids. Denn die üblichen Verdächtigen, wie das DKFZ und die Bundesmortler, argumentieren, es würde die Inhalation erleichtern und somit zu noch mehr Schädigung führen. Allerdings haben hierzu auch schon Gespräche mit Interessenvertretern des Dampfens stattgefunden, ob das überhaupt so umgesetzt wird.
Das Gerücht, dass Aromen generell verboten würden, ist jedenfalls falsch. Jeder wird sich nach wie vor Menthol Kristalle in der Apotheke kaufen und in sein Liquid schmeißen können. Ebenso ist beim derzeitigen Stand nicht absehbar, dass Menthol in Aromen zum Mischen verboten werden würde.

Die Petition

Auch wenn es wieder einen Shitstorm geben wird, aber man kann keinen Jahresrückblick verfassen, ohne über die Petition gesprochen zu haben. Aber: Haters gonna hate. Also fickt Euch doch.

Bereits Ende letzten Jahres wurden drei Petitionen für das Dampfen verfasst. Genauer kann man das eigentlich gar nicht sagen. Denn sie richteten sich ja gegen ein Gesetz, dass noch gar nicht entschieden war. Was an sich schon Schwachsinn ist, da eine Petition ja nur Aussichten hat, wenn sie gegen etwas ist, was bereits umgesetzt ist. Man kann zwar gegen alles vor sich hin petitionieren. Aber bei einer Eingabe gegen etwas, was die Regierung vielleicht vorhat, ist das irgendwie sinnfrei. Eine Petition der Vereinigung der Toilettenfrauen dass alle Bundestagsmitarbeiter nurnoch im Sitzen pissen sollen wäre auch irgendwie sinnfrei.
Diese drei Petitionen aus der „Dampfer Community“ wurden dann vom Petitionsausschuss zwar angenommen, aber zusammengefasst. Wohl weil sie formaljuristisch alle gleich unsinnig waren, wer weiß?

Damit ging das Narrenspiel aber erst richtig los. Bekannte YouTuber und Blogger sprangen kritiklos auf den Zug auf und warben für die Unterzeichnung. Hat man gefragt was genau das bringen soll, wurde man als Nestbeschmutzer abgewatscht.
Eine führende Rolle kam dabei der IG-ED zu. Der Interessensgemeinschaft E-Dampfen. Sie wirbt für sich als „erste Interessenvertretung Deutschlands“, ist ein Konsumentenverband und hat diese Petition weitreichend mitgetragen.
Um es einmal rein sachlich zu formulieren: Die IG-ED ist aber keineswegs ein Verband mit Festangestelltem, Büro und Juristen. Sondern sie entspricht faktisch einem Stammtisch, der sich nur online in ihrem Forum trifft. Und so professionell wurde dann auch mit dieser Petition umgegangen.

Das Trauerspiel

Die Petition eines Dampfers, der aber sonst mit der „Community“ nichts am Hut hat, wurde zur Leitpetition erklärt. Und der konnte sich dann plötzlich nicht mehr daran erinnern, dass er mit der IG-ED ja gemeinsame Sache machen wollte. Die vermeintlichen Promis der Community waren ob der Ignoranz ihres selbsterklärten Status da wohl etwas überrascht.
Das führte wiederum zu einer Stampede in der „Community“, weil man ganz selbstverständlich davon ausgegangen war, dass die IG-ED die Sache vertreten würde. Und so wurde es auch öffentlich „beworben“. Dann gab es Gespräche hinter verschlossener Türe, wo man sich einigte, dass doch die IG-ED – als vermeintliche Profis – die Sache vor dem Petitionsausschuss vertreten sollten. Ganz so verschlossen können die Türen aber nicht gewesen sein, denn einzelne Repräsentanten und YouTuber veröffentlichten das Ergebnis dann noch vor der IG-ED selber. Ein Affenzirkus.

Der Vorsitzende der IG-ED Volkmar Stendel vorm Petitionsausschuss

Die Anhörung vor dem Petitionsausschuss im April war dann eher ein Trauerspiel. Denn inzwischen war das Gesetz ja beschlossen und sollte im Mai in Kraft treten. Die Petition richtete sich also gegen irgendetwas Diffuses, was von der Realpolitik längst überholt worden war.
Vor der Anhörung fanden zwei Anhörungen zu anderen Themen statt. Dort saßen die Petenten, rückengedeckt von gut gekleideten Menschen und Juristen. Und gutgekleideten Juristen. Nicht so bei der IG-ED. Dort saß der Vorsitzende Volkmar Stendel alleine. Er verlas mit zittriger Stimme eine Rede, die vorher im Forum der IG-ED von allen im Stuhlkreis ausdiskutiert worden war. Den anschließenden Argumenten der Kommunikationsprofis hatte er nicht mehr viel entgegen zu setzen. Und so war absehbar, dass der Erfolg der Petition, für die es ja ohnehin keine Rechtsverbindlichkeit gibt, im Sande verlief.
Spannend ist hierfür höchsten, wie im Nachhinein damit introspektiv umgegangen wurde. Von Selbstkritik keine Spur. Und so haben sich einige enttäuscht abgewandt, weil sie sich verarscht vorkamen. Nicht ganz zu unrecht.

Die Studie

Im Mai machte dann eine zuvor veröffentlichte Arbeit des Royal College of Physicians aus London die Runde. Sie wurde in den englischen Medien als „groundbreaking“ und „game changer“ bezeichnet.
Dazu muss man aber vielleicht wissen, dass das Royal College of Physicians bereits von Heinrich VIII gegründet wurde. Das „Königliche Kollegium der Physiologen“ ist damit die älteste Ärztekammer der Welt, und international hoch angesehen.
Bereits im Jahr zuvor hatte Public Health (Krankenversicherunsgabteilung des britischen Gesundheitsministeriums) die E-Zigarette für 95% risikoärmer als die Tabakzigarette bezeichnet.
Das Royal College schloss sich dem jetzt nicht nur an. Sondern es ging soweit der britischen Regierung dringend zu empfehlen, die E-Zigarette zu fördern und als Chance für die Öffentliche Gesundheit zu erkennen.
Diese Studie entfaltet erwartungsgemäß erst so langsam seine Wirkung. Aber jeder der etwas für die Dampfe sagen will, kommt an dem Teil einfach nicht vorbei.

Inzwischen hat auch die Frankfurter Hochschule im September eine Arbeit veröffentlicht. „Die E-Zigarette“ ist eine Sammlung von verschiedenen Autoren, die sich sowohl mit den wissenschaftlichen Aspekten wie auch mit Konsumentenmeinungen auseinandersetzt. Sie hat durchaus das Potential, auch in Zukunft in der Diskussion um die E-Zigarette als Nachschlagewerk zu dienen.
Neben vielen anderen, dampferfreundlichen Untersuchungen die es gegeben hat, ist vielleicht auch noch die Datenerhebung der Uni Hamburg erwähnenswert.
Wann immer Dampfgegner sagen „wir brauchen mehr Ergebnisse“, sollte man daran denken, dass genau diese Ergebnisse jetzt so nach und nach kommen. Und sie alle zeichnen ein völlig anderes Bild, als diese Menschen es sich so vorgestellt haben.

England und USA

In vielen Ländern ändert sich der Umgang mit der E-Zigarette rapide. Aber wer geglaubt hat, Millionen von Menschen könnten sich eine Genussdroge reinpfeiffen und das würde nicht irgendwann reguliert werden, sind schlicht naiv.
Über die Stränge schlägt es allerdings gerade in den USA, wo Regulierungen der Gesundheitsbehörde FDA umgesetzt werden. Sie werden endgültig erst in etwa zwei Jahren relevant, doch bedrohen sie tatsächlich die ganze Industrie, die vor allem aus mittelständigen Unternehmen besteht. Dort gibt es aber weitreichende Zankereien, und das letzte Wort ist dort auch noch nicht gesprochen. Vor allem, da sich ja inzwischen auch eine massive Lobby positioniert. Nicht nur aus der Dampferhauptstadt Shenzhen, auch hier in Deutschland.

Am anderen Ende der Richterskala haben wir derzeit England, in der Public Health weite Kampagnen für die E-Zigarette fährt, die Stop Smoking Sevices sie als probates Mittel empfehlen und teilweise sogar kostenlos verteilen und der Antrag auf Ablehnung der TPD2 nur an den politischen Kämpfen im PräBrexit geschuldet war. Derzeit sieht es so aus, dass England sich mit dem Ausstieg aus der EU zum Dampferparadies entwickeln wird. Die ersten Kreuzschiffreisen werden angeblich schon geplant.

Der Markt bleibt in Bewegung

Natürlich gibt es nach wie vor Aufregung in der „Community“.
Einige Leute, die ihre Chance erkannt haben, scheitern gerade an den Regulierungen. Denn wer dachte er könne aus seiner Garage einen florierenden Online Handel führen, der verkackt derzeit an den Registrierungen. Das nennt man Marktbereinigung.
Was sehr viele Dampfer nämlich vergessen ist, dass die TPD langfristig auch einen positiven Effekt hat. Es werden eher gute und seriöse Händler diesen Wandel durchstehen. Und der Dampfer erhält dadurch auch eine Sicherheit, dass er sich nicht altes Motoröl in die Lunge haut.
Und diejenigen Händler, die diese Umwälzungen durchstehen, werden dann mit einer Rechtssicherheit im Rücken in eine rosige Zukunft schauen.
Ebenso entwickelt sich der Markt gerade bei den Dampfer Blogs und den YouTubern. Was seriös und halbwegs professionell ist, wird weiter Richtung Channel und Magazin tendieren, die Blogs die Metakommunikation betreiben und Kiddies die mal ein Liquid reviewen werden sich deutlicher als amateurhaft absetzen.

Wie geht es weiter?

Die IT Abteilung arbeitet hart

Das schlägt sich auch auf dieses Magazin nieder. Wir – und ich meine wir – werden vapers.guru weiter professionalisieren.
Soweit die Zeit es zulässt arbeite ich an einer Expansion auf andere Social Media. Ganz konkret werden wir im neuen Jahr wieder Geräte und Liquid Reviews aufnehmen. (Nein, das ist nämlich keine Werbung.)
Wir werden dann versuchen vapers.guru auch für andere Autoren weiter zu öffnen, die ersten Gespräche haben bereits stattgefunden.

Nachdem vapers.guru eigentlich als Schnappsidee geboren wurde, hatten wir nach drei Tagen online die ersten Werbeanfragen. Inzwischen haben wir solide um die 160 Tausend Zugriffe im Monat. Aber da geht sicher noch was.
Es ist eine rapide Achterbahnfahrt, bei der man nicht weiß, was hinten raus kommt. Aber beim Surfen weiß man ja auch, dass es einen irgendwann zerlegt. Aber man reitet die Welle trotzdem.

Danke! Echt jetz!

Deshalb möchte ich mich bei allen Werbepartnern bedanken. Ihr Vertrauen macht es erst möglich, dass wir das hier überhaupt machen können. Zum gefühlten Mindestlohn einer Reinigungsfachkraft. Aber egal, macht ja auch Laune.
Selbst ein geringer Anspruch an Professionalität trennt bereits die Spreu vom Weizen. Deshalb möchte ich auch allen Helfern danken. Sie sind das „wir“ in vapers.guru. Vom Kumpel der als Fachmann für Online Marketing bei der Werbung berät, bis zur Juristin die bei den Gesetzesinterpretationen und den Abmahnungen hilft.

Mein Dank geht aber vor allem an Euch. Denn ohne Euch würde vapers.guru nicht funktionieren.
Was ja auch keinen Sinn macht, denn es ist ja für Euch.
In Zeiten von YouTube ist es bemerkenswert, wie viele Menschen Bock darauf haben, sich seitenweise diesen Scheiß durzulesen.
Danke!

Rutscht gut rein

Also rutscht gut ins neue Jahr. Verbreitet Liebe, verdammte Scheiße. Und lasst um Himmels Willen die Nasenhaare drin.
Nur wenn ihr in Dampfschwaden um vier Uhr morgens rotzevoll vom Balkon zu den Untertanen sprecht, dass Karthago zerstört werden muss, lasst wenigstens den Schlüpper an.

Wer nach 2016 noch nicht gemerkt hat, dass auch die Dampferwelt nicht morgen untergehen wird, der wird auch etwas anderes zum Aufregen finden. Danke Merkel!!!
Haters gonna hate. Deshalb verbleibe ich mit den weisen Worten eines der letzten großen Überlebenden, die für vapers.guru und für alle Dampfer stehen:

I’m still standing better than I ever did
Looking like a true survivor, feeling like a little kid
I’m still standing after all this time
Picking up the pieces of my life without you on my mind

Und Tanzen!

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Joey Hoffmann

Joey Hoffmann

Begründer und inhaltlich Verantwortlicher bei vapers.guru
Ehemaliger Unteroffizier, Kaufmann für Bürokommunikation und Studium (Marketing und Psychologie). Derzeit als Marketingberater und Mediengestalter bei einem gemeinnützigen Verein. Nebenbei selbstständiger Mediengestalter, Fachbereich Facebook und Wordpress.
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