header-advert

Die Technik – Was bedeutet das nur alles?

Den einzigen Nachteil den das Dampfen gegenüber dem Rauchen hat: Man muss sich etwas mit der Technik auseinander setzen. Zumindest rudimentär, damit man weiß was man sich da anlacht. Man kann nicht einfach am Kiosk rechts ran fahren und sich eine Schachtel E-Zigaretten holen.

Der Vorteil den das Dampfen für viele hat: Man kann sich mit der Technik auseinander setzen. Um einen befreundeten Dampfer zu zitieren: Es ersetzt die Märklin zu Weihnachten. Viele werden sich erinnern, zu Weihnachten einen Lego Technics Baukasten und er war bis Silvester im Spielzimmer verschwunden. Und nur noch zum Essen gesehen. Bei einigen ist das nicht lange her. Und es war nicht ihr Spielzimmer. Väter wissen schon was gemeint ist.

Man muss das aber nicht. Man braucht kein Ingenieurs Studium. Versprochen. Man kann sich ein gutes Modell holen, holt sich da passendes Liquid zu, und ist damit auf Jahre hinweg glücklich. Oder man reduziert das Nikotin, ändert sein Suchtverhalten und hört nach wenigen Monaten sorgenfrei ganz auf. Hat es auch schon gegeben.
Aber um den Umstieg zu erleichtern muss man einmal über die Grundlagen gesprochen haben. Und die sind bei allen E-Zigaretten gleich.

vgtechpic
Die Bauteile (Hier: Die Joyetech eGo ONE Mega)

Der Akku
Für E-Zigaretten braucht man das „E“. Das liegt auf der Hand. Der Akku liefert den Power um den Verdampfer zu „befeuern“.
Dabei gibt es inzwischen ganz verschiedene Akkus. Am einfachsten unterscheidet man eGo Akkus und andere Akkuträger. Die eGo Akkus haben sich aus den Akkus der E-Zigaretten der ersten Generation entwickelt. Das sind die Akkus der meisten Einsteigergeräte. Sie verfügen über das inzwischen standarisierte 510er Gewinde und sind nicht nur zwischen den Geräten sondern auch zwischen den Herstellern austauschbar.

Die Basis
Auf der Basis sitzt der Verdampfer zu dem sie gehört, daher ist es die Verdampfer Basis. Sie wird mit dem 510er Gewinde mit dem Akku verbunden. Sie spielt erst bei Modellen für Fortgeschrittene eine Rolle, beispielsweise bei Selbstwickelverdampfern.

vgtechpic1
Verdampferköpfe (Hier: Aspire Triton 1,8 Ohm)

Der Verdampferkopf (Coil)
Der Verdampferkopf ist das Herzstück des Verdampfers und der ganzen E-Zigarette. „Coil“ bedeutet im Englischen eigentlich so viel wie „Wicklung“ oder „Heizwendel“. Im Deutschen wird es aber meist nur noch für fertige Verdampferköpfe verwendet.
Bei den Verdampferköpfen gibt es die meisten Missverständnisse, Fehler und Ursachen wenn die E-Zigarette in der Ecke landet. Es gab schon Newbies die sich gewundert haben warum ihre E-Zigarette nach einigen Monaten scheiße geschmeckt hat und sich dann eine neue gekauft haben. Oder wieder zur Zigarette gegriffen haben.

Diese Verdampferköpfe sind Verbrauchsmaterial. Sie sind das einzige, was bei der E-Zigarette nachgekauft werden muss. Sie sind für jedes Gerät von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Vergleichbar mit Ersatzteilen fürs Auto. Die Teile von dem einen passen nicht auf die vom anderen. Und teilweise braucht man je nach Auto bestimmte oder kann sie für mehrere Modelle verwenden.
In den Verdampferköpfen ist der Heizwendel verbaut. Dieser ist mit Watte oder einem ähnlichen Material gefüttert. Dieses Material saugt die Flüssigkeit die verdampft werden soll (Liquid) auf. Dabei entstehen Temperaturen zwischen ca. 100°C und 400°C, je nach Gerät und Leistung. Dass dann die Watte irgendwann nicht mehr ganz frisch aussieht liegt auf der Hand. Hinzu kommt, dass manchmal aus verschiedenen Gründen zu wenig Flüssigkeit in der Watte ist. Dann fängt sie an zu kokeln.
Dass man den Verdampferkopf wechseln muss schmeckt man irgendwann ganz automatisch. Es schmeckt dann „kokelig“. Aber keine Sorge, selbst dabei haut man sich weniger Schadstoffe in die Lunge als bei einer einzigen Zigarette. Es schmeckt einfach nur scheiße, mehr nicht.

Die häufigste Frage die Raucher haben kann man nur schwer beantworten. Manche Verdampferköpfe halten Monate. Manche sind Montagsware und nach einer Woche um. Und manche sind von vorn herein einfach scheiße.
Die Verdampferköpfe der großen Hersteller sind üblicherweise in Fünferpacks erhältlich und kosten zwischen zehn und zwanzig Euro für fünf Stück. Damit kommt man locker ein bis zwei Monate aus. Eher länger. Es sei denn man vergisst rechtzeitig Flüssigkeit nachzufüllen, was jedem Anfänger immer mal wieder passiert.
Das ist das einzige was an der E-Zigarette selber gewechselt werden muss.

Der Tank
Der Tank ist das größte Teil des Verdampfers. In ihn wird die Flüssigkeit eingefüllt die man verdampfen will. In der Regel haben die derzeit gängigen Modelle eine Befüllmenge von ca. 2ml bei eGo Verdampfern und 3ml bis 4ml bei den größeren Tankverdampfern.
Je nachdem wie viel man vorher geraucht hat kommt ein Umsteiger eigentlich mit ein bis zwei Tankfüllungen am Tag aus. Das ändert sich natürlich später. Viele wollen irgendwann größere Geräte und mehr Dampf, was dann natürlich mehr Flüssigkeit verbraucht. Und man ändert sein Suchtverhalten, weil man ja keine Zigarette mehr anzündet und dann gezwungenermaßen die sieben bis zehn Züge aufraucht. Dadurch greift man öfter mal zwischendurch zur Dampfe, nimmt zwei Züge und legt sie wieder weg. Oder man „nuckelt“ dauerhaft, weil es diesen fiesen Geschmack des Ketterauchens im Mund nicht gibt.

Auch hier ist die erste Frage von Rauchern schwer zu beantworten. Die Menge des Liquids hängt vom eigenen Suchtverhalten, dem Gerät und der Nikotinstärke ab. Aber selbst wenn man das teuerste Liquid kauft wird man am Anfang mindestens die Hälfte dessen sparen, was man für Zigaretten ausgegeben hat. In der Regel ist es ein Vielfaches.

Das Mundstück (Drip Tip)
Bei jedem Gerät ist ein entsprechendes Mundstück mit dabei. Das Mundstück ist tatsächlich auch nicht ganz unwichtig. Denn es beeinflusst sehr viel. Das wird gerne auch von erfahrenen Dampfern vergessen.
Zum einen beeinflusst es wie der Dampf inhaliert wird. Offene, dickere Drip Tips laden ganz automatisch dazu ein direkt auf Lunge zu inhalieren. Schmalere Drip Tips sind eher vergleichbar mit dem Gefühl das man bei einer Zigarette hat.
Zum anderen kann es viel Einfluss darauf haben wie viel Luft dem Dampf beigemischt wird. Und wie viel Zugwiderstand man hat.
Die meisten Drip Tips die bei den Geräten mitgeliefert werden tragen diesen Faktoren Rechnung und sind tatsächlich durchdacht auf den jeweiligen Verdampfer abgestimmt. Aber selbst wenn es einem irgendwie nicht passt ist das kein Problem. Die Verbindungen der Drip Tips sind standarisiert. Im Handel sind Drip Tips für ca. 5,- € bis 12,- € erhältlich. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Von Totenköpfen über Häschen bis zu Penismodellen ist alles dabei.

vgtechpic2
Die Smok XCube 2 – Per Handy einstellbar

Ohm und Watt
Das Zusammenspiel von Ohm und Watt ist entscheidend für das Dampferlebnis. Sie sind die Kennzahlen nach denen sich alles richtet.
Keine Sorge, auch hier muss man es nicht studiert haben. Die Einsteigergeräte und Einsteiger Sets sind alle so abgestimmt, dass sie in den entsprechenden Bereichen arbeiten. Bei den Geräten der zweiten Generation sind sie auch in der Regel nicht einstellbar. Man sollte es als Einsteiger aber mal gehört haben, damit man weiß worum es geht.

Die Ohm Zahl gibt an, wie viel Widerstand der Heizwendel, der Coil hat. Umso geringer die Ohm Zahl, umso heißer wird der Coil, umso mehr Dampf macht er. Dabei unterscheidet man beim Dampfen grob in zwei Kategorien. Über und unter einem Ohm.
Die Einsteigergeräte bieten marktüblich fertige Verdampferköpfe in einem Leistungsspektrum von 1,0 bis 1,8 Ohm an. Da die Hersteller natürlich mitbekommen haben dass viele Einsteiger nach einer Gewöhnungszeit mehr Dampf möchten, bieten inzwischen viele Geräte auch ein breiteres Spektrum an.
Die Nebelmaschinen die viele alten Hasen nutzen werden auch als „Subohm“ bezeichnet. Denn ihre Leistungswerte sind meist deutlich unter einem Ohm. Fertige Coils beginnen hier bei 0,15 Ohm.

Umso geringer die Ohm Zahl, umso mehr Power braucht man um das Ganze zu befeuern. Sonst kommt kein Dampf. Die Kennziffer hierfür ist die Wattangabe.
Darüber braucht man sich bei den eGo Geräten aber keine Sorgen machen, sie sind selten mit Variablen Watt ausgestattet. Sie sind bereits abgestimmt auf die Verdampferköpfe die es gibt.
Eine übliche Kombination ist ein Verdampfer bei 1,2 bis 1,8 Ohm und einer Akkuleistung von 8 bis 20 Watt.
Allerdings gehen diese Angaben dann weit nach oben. Es werden Geräte Akkuträger mit 200 Watt und mehr angeboten.

Ein Einsteiger sollte sich aber wenigstens für eine Umgewöhnungszeit mit den entsprechenden Geräten begnügen. Denn zu den Feinheiten des Dampfens, gerade bei höheren Leistungen, gehört etwas mehr als einfach nur mehr Power. Wie Ihr im nächsten Teil sehen werdet.

Die Einsteigerkurs – Wozu das alles?
Die Sucht – Was hat das mit Chips und Kaffee zu tun?
Die Tabaksucht – Was ist so geil an verbrannten Blättern?
Die Basics – Was ist Dampfen und was soll der bescheuerte Name?
Die Geräte – Was gibt es denn da so?
Die Technik – Was bedeutet das nur alles?
Die Feinheiten – Worauf muss man achten?
Die Liquids – Was zieht man sich da überhaupt rein?
Die Checkliste – Was ist der sinnvollste Weg?
Die Empfehlungen – Womit starten?