header-advert

Corona …blickt der Abgrund auch in dich hinein

Die Corona-Illusion

Eigentlich äußere ich mich nicht mehr zu Corona.
Mehr noch, ich habe andere Berichterstattung heruntergefahren. Da derzeit neben Corona medial kein Platz für anderes ist.
Doch nun ist ein Punkt erreicht, an dem ich mich doch einmal äußern möchte.

header-advert

Wann immer ich etwas dazu auch nur teile, kommt es häufig zu unversöhnlichen Diskussionen in den Kommentarspalten. Wie auf allen großen Plattformen.
Dabei ist zu beobachten, dass sich Fraktionen bilden. Wie bei vielen Themen, die auf Social Media diskutiert werden.

Die Fraktion derer, welche die Maßnahmen der Regierung für überzogen halten, gibt es schon länger.
Doch nun formiert sich eine andere Fraktion. Die Fraktion derer, die die Maßnahmen um jeden Preis verteidigen.

Es ist schwer zu beurteilen, was gefährlicher ist.
Die rationale Stimme der Wissenschaftler und Skeptiker ist so leise, dass sie im Gebrüll der Kommentarspalten untergeht.

Die Gefahr dabei ist, dass sich ein Bild von Corona in den Köpfen verfestigt. Und dass wir schlicht überreagieren und damit mehr Probleme schaffen als verhindern.

Bei der Gefahr der Verfestigung eines falschen Bildes sollten vor allem wir Dampfer aufhorchen. Denn wir sind es, die genau darunter zu leiden haben.
Das Rauchen selber ist von vielen falschen Mythen begleitet. Beispielsweise denken die meisten bis heute, dass Nikotin Krebs verursacht, für die gesundheitlichen Schäden verantwortlich ist und stark süchtig macht. Und das wird auf die E-Zigarette projiziert.

Nichts von alledem stimmt. Aber mit diesen Vorurteilen haben die Fürsprecher der Harm Reduction und damit der E-Zigarette zu kämpfen.

Mechanismen der Panik

Das liegt an den Mechanismen, die in unserer Gesellschaft immer gleich sind.
Wir werden im Informationszeitalter beschallt durch ein anhaltendes Stakkato von Informationen. Dabei sind wir gar nicht in der Lage, all diese Informationen zu prüfen und zu hinterfragen. Wir glauben sie, oder wir glauben sie nicht.
Dabei vergessen wir, dass jeder Sender dieser Informationen ein eigenes Interesse hat.

Die Medien wollen ihre Inhalte verkaufen. Das ist ihre höchste Priorität, nicht die Information selber.
Das kann man daran erkennen, dass das Thema Corona inzwischen auf dem absteigenden Ast ist. Das Interesse flacht ab. Weil niemand wochenlang täglich die neusten Fallzahlen lesen oder hören will.
Also wird inzwischen die zweite Ebene bespielt. Nun kommen Themen wie „Corona und Schwangere“, „Corona und Stillen“ oder „Corona und Haustiere“.

Das Robert-Koch-Institut gibt derzeit täglich eine Pressekonferenz zur coronalen Lage der Nation. Und auch das Institut verfolgt ein eigenes Interesse. Denn es ist eine Bundesbehörde.
Wie jede andere Bundesbehörde kämpft es immer um seine Reputation. Denn die verschafft wiederum Gelder, da alle Bundesbehörden der Verteilung des Etats unterliegen.
Doch da die Medien eher Schlagzeilen verkaufen wollen als zu informieren, bekommt kaum jemand mit, dass das Robert-Koch-Institut inzwischen von vielen Wissenschaftlern kritisiert wird.

Politiker und Aktionismus

Mit zu den Mechanismen gehören selbstverständlich die Politiker. Auch die verfolgen sehr eigene Interessen. Abgesehen davon, dass sie selbstverständlich am Ende des Tages gut dastehen wollen. Denn sie wollen wiedergewählt werden.
Die Entscheidungsträger werden also so lange auf Teufel komm raus Menschenleben retten, bis die Stimmung kippt. Nur dann könnte es zu spät sein.

Es ist zum Teil belustigend, mit welchem Aktionismus Presseerklärungen abgegeben werden. Wobei die Mikrofone absichtlich weit auseinanderstehen.
Als wenn die, die dort sprechen, nicht ständig getestet und überwacht würden. Als wenn der Virus genau in den Minuten vor laufenden Kameras einen Todessprung über zwei Meter wagt und den anderen infiziert. Während sie kurz vorher noch in engen Büros beisammensaßen.
Eine Farce des guten Beispiels.

Man benötigt keine Verschwörungstheorie um zu dem Schluss zu kommen, dass da vielleicht irgendetwas im Argen ist.
Nicht, weil ein geheimes Konglomerat aus Interessensvertretern im Geheimen einen finsteren Plan zur Beschneidung unser aller Grundrechte geschmiedet hat. Sondern weil unsere multimediale Kommunikation dazu geeignet ist Panik zu schüren und zu vervielfältigen.



Die Corona-Illusion

Und so hat sich inzwischen offenbar ein Bild von Corona schon verfestigt, das doch mindestens fragwürdig ist.

Dass der Virus sehr gefährlich ist und hoch ansteckend darf öffentlich ebenso wenig in Frage gestellt werden, wie es riskant ist nach einer Abwägung zwischen Menschenleben und wirtschaftlichem Schaden zu fragen.
Das mag nicht nur am Robert-Koch-Institut oder an den Politikern liegen. Aber eben auch.

Beispielsweise scheinen viele davon auszugehen, dass der Virus irgendwann vorbei ist. Dass er verschwindet, ausstirbt. Wir hören ja auch nichts mehr von Schweine- und Vogelgrippe. Und was war eigentlich mit SARS?

In den Medien wird fast ausschließlich das Bild vermittelt, dass dort weise Menschen sitzen, die genau wissen, was zu tun ist. Darüber sollte man nachdenken, wenn das Robert-Koch-Institut Schutzmasken für überflüssig hält und eine Woche später seine Meinung ändert.

Ich möchte einmal drei Beispiele nennen, was meiner Ansicht nach sehr vielen nicht bewusst ist und von den Medien auch nicht entsprechend kommuniziert wird.
Ich beschränke mich auf Deutschland.

Beispiel 1: Infizierte

Niemand weiß, wie viele Menschen tatsächlich mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind.

Denn in Deutschland werden nur die getestet, die bereits entsprechende Symptome zeigen. Und die sind natürlich meist dann tatsächlich infiziert.
Das erklärt auch, warum die Fallzahlen sprunghaft nach oben schnellen. Und beispielsweise an Wochenenden kaum etwas passiert. Denn das sind nicht die Zahlen derer, die sich neu angesteckt haben. Sondern die Zahlen der durchgeführten Tests mit positivem Ergebnis. Die dann von den Behörden erfasst und weitergegeben werden. Diese Behörden haben aber am Wochenende meist Wochenende.

Nicht nur von Lesern, sondern auch von den Medien werden gerne die Bezeichnungen vermischt. Denn das eine sind die mit SARS-CoV-2 infizierten, das andere sind die, die an CoVid-19 erkrankt sind.

Um zu wissen, wie viele tatsächlich infiziert sind, müsste man viele Menschen nach dem Zufallsprinzip testen und die Zahlen dann auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen. Aber so etwas wurde in Deutschland bisher nicht gemacht.

Es ist überspitzt, aber um es einmal zu verdeutlichen: Es wäre nach bisherigem Kenntnisstand möglich, dass bereits Millionen den Virus in sich tragen und gar nicht erkrankt sind. Also auch nicht getestet wurden.

Alle Zahlen zur Ansteckungsgefahr, Letalität und andere verfügen also über keinerlei Relationen. Die so wichtig sind, um eine realistische Risikobewertung abgeben zu können. Es sind Mutmaßungen und Schätzungen.

Beispiel 2: Gefahren

Daraus ergibt sich auch, dass man gar keine objektive Schätzung zur tatsächlichen Gefährlichkeit geben kann.

Die derzeit getroffenen Maßnahmen dienen lediglich dazu, die Kurve zu verflachen, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.
Natürlich empfinden viele die zum Teil harten Einschnitte in ihre Bewegungsfreiheit als gravierend. Und natürlich denken sie dann, dass es dabei um eine Gefahrenabwehr für ihre Gesundheit geht. Doch das ist nicht so.

Das Robert-Koch-Institut bezifferte das Durchschnittsalter der Infizierten am vergangenen Montag auf 45. Was überraschend hoch ist.
Das könnte auch schlicht ein Anzeichen dafür sein, dass Kinder keine starken Symptome entwickeln und daher sehr viel seltener getestet wurden. Von 44.000 Corona Patienten waren nur 1,2 Prozent Heranwachsende zwischen 9 und 19. Sie alle zeigten nur milde Symptome.

Das Durchschnittsalter der Verstorbenen lag bei 82 Jahren.
In Deutschland werden Männer im Durchschnitt 78, Frauen 83 Jahre alt.
Was inzwischen mehrere Ärzte zu der Frage verleitete, wie viele der Verstobenen wohl eh dieses Jahr das Zeitliche gesegnet hätten.

Selbstverständlich ist das makaber und darf nicht beschönigt werden.
Tatsache ist aber, dass die Fallzahlen der Verstorbenen kein tatsächliches Risiko für den Durchschnitt wiedergeben. Weder zur Ansteckungsgefahr, noch zum Krankheitsverlauf und erst recht nicht zur Lebensgefahr.

Beispiel 3: Immunität

Es wird sehr häufig über die so genannte Herdenimmunität gesprochen.
Herdenimmunität bedeutet, dass wenn etwa zwischen 83 und 94 Prozent einer Population gegen eine Erkrankung immun sind, kann sie keinen Schaden mehr anrichten.

In der Vergangenheit haben einige Wissenschaftler geschätzt, dass zwischen 60 Prozent und 80 Prozent mit dem Virus infiziert werden. Egal was wir machen.
Diese Schätzung ist also bereits weit davon entfernt, dass das Virus irgendwie auf wundersame Weise verschwindet. Aber als Politiker sagt man sowas ungerne laut.

Die Theorie ist, dass CoVid-19 dann irgendwann eine neue Kinderkrankheit werden könnte. Da auch Masern, Mumps und Röteln nichts anderes sind als Viren. Die meisten infizieren sich als Kinder und werden dann Immun.

Doch das setzt voraus, dass man überhaupt gegen CoVid-19 immun werden kann.
Bisher weiß man aber lediglich von anderen Coronaviren, dass man sich nach einer Abklingphase von etwa 18 Monaten sehr wohl wieder anstecken kann.

Die ganze Überlegung zur Herdenimmunität geht also von Grundsätzen aus, die keineswegs so sicher sind, wie sie häufig dargestellt oder verstanden werden.

Erste Feldforschung – erst jetzt

Es gäbe noch sehr viel mehr solcher Beispiele.
Entscheidend ist, dass nur eins gewiss ist: Nichts Genaues weiß man nicht.

Die Informationen, die wir derzeit über den Virus und vor allem über die Erkrankung haben, sind spärlich. Und sie sind weit geringer, als Faktenfinder, Presserklärungen und Schutzmaßnahmen uns glauben machen. Beabsichtigt oder unbeabsichtigt.

Derzeit laufen die ersten Erhebungen, die solche Einschätzungen überhaupt erst möglich machen könnten.
Unter anderem hat Prof. Dr. Hendrik Streeck gerade weltweit die erste „Feldforschung“ zu dem Thema begonnen.

Streeck ist nicht nur ein junger, dynamischer Virologe. Sondern auch Leiter des Instituts für Virologie an der Universität Bonn. Und er ist einer von denen, die das Robert-Koch-Institut kritisieren. Weil es solche Forschung bisher unterlassen hat.

Mit seinem inzwischen auf 40 Mitarbeitern angewachsenes Team ist er nach Heinsberg gegangen. Das Epizentrum des Corona Ausbruches, im Westen der Republik an der Grenze zu den Niederlanden.
Dort werden nicht nur 500 Familien ausgiebig getestet, sondern auch umfangreich befragt.

Ein Ergebnis lässt bereits aufhorchen.
Während andere noch veröffentlichen, dass das Virus auf Oberflächen 72 Stunden überleben kann, hat das Team um den Virologen Oberflächen getestet. Und nirgendwo Viren gefunden.
Nicht einmal im Haus einer hochinfektiösen Familie.

Sollbruchstelle für gesunden Menschenverstand

Es geht nicht um Verharmlosen.
Aber man sollte doch sehr genau abwägen, ob bestimmte Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind.
Mehr noch, Politiker müssen abwägen können, selbst wenn das einige Menschenleben kostet. Denn das müssen sie auch in Kriegszeiten oder bei Katastropheneinsätzen.

Und vor allem muss es im öffentlichen Diskurs erlaubt sein zu zweifeln. Man muss Fragen stellen dürfen.
Das setzt aber die Information jedes einzelnen, der sich zu Wort meldet, zwingend voraus. Gefühl und Meinung sind niemals eine gute Grundlage für konstruktive Diskussionen.
Das ist anstrengend.

Ich selber habe die Zahlen der Corona Infizierten mit einer Grippe verglichen. Den Artikel habe ich inzwischen zurückgezogen. Und das auch auf der Facebook Seite von VAPERS.GURU öffentlich erklärt.
Meine Einschätzungen waren zu dem Zeitpunkt nicht falsch. Denn das war immerhin Mitte Februar.
Doch die ersten Zahlen aus Deutschland haben sofort gezeigt, dass der Vergleich unzutreffend ist.
Diejenigen, die heute noch so argumentieren, sind schlicht uninformiert oder dumm. Und ich möchte nicht durch diese Menschen instrumentalisiert oder auch nur in deren Nähe gerückt werden.

Aber auf der anderen Seite kann es ein schwerer Fehler sein, immer weitere Maßnahmen zu veranlassen, bevor man überhaupt sagen kann, ob die vorherigen wirken. Oder bevor man weiß, ob weitere helfen.
Denn inzwischen wurde ja nicht nur die Verlängerung der Maßnahmen bis Ende April verkündet. Es wird auch über Maskenpflicht und sogar über das Tracking von Handy Daten diskutiert.

Wir fahren ohne Licht durch einen Tunnel, von dem wir nicht wissen wie lang er ist und wie er endet.
Es wäre zumindest ratsam, nicht auch noch das Tempo zu erhöhen.

Die bittere Wahrheit ist, dass nur eine Impfung einen Ausweg verspricht. Und die kann noch lange auf sich warten lassen. Wir werden lernen müssen mit Corona zu leben.
Eine Hilfe kann das koreanische Modell sein. Nicht Maßnahmen für alle, sondern konsequentes testen und isolieren der Infizierten. Doch davon ist in der deutschen Politik nichts zu vernehmen. Die ersten Vorschläge in diese Richtung kommen wiedermal von unabhängigen Wissenschaftlern.

Die Gefahr ist in einen Sicherheitstaumel zu geraten, bei dem wir die Folgen nicht mehr abwägen.
Tausende werden ihre Arbeitsplätze verlieren, Geschäfte und Unternehmen werden bankrottgehen. Was natürlich vor allem die Schwächsten treffen wird: Die Kleinunternehmer, die befristet Angestellten, die Studenten mit Nebenjobs. Häusliche Gewalt und Suizide werden in die Höhe schnellen. Die Tafeln haben geschlossen, 265.000 Tonnen Lebensmittel werden nicht verteilt und die Empfänger haben im Zweifelsfall einen leeren Kühlschrank. Wozu bei dem hohen Anteil an alleinerziehenden Müttern dann auch Kinder gehören. Die Kinder, die auch kein Essen in den Schulen und Kitas mehr bekommen, weil die geschlossen sind.

Und wenn du lange auf Corona blickst, blickt Corona auch in dich hinein.
Die Kommentarspalten von Social Media zeigen die Sollbruchstelle für gesunden Menschenverstand.

Ich wünsche uns allen gute Besserung.


The following two tabs change content below.
Joey Hoffmann

Joey Hoffmann

Begründer und inhaltlich Verantwortlicher bei vapers.guru
Freier Redakteur, zuvor angestellter und selbstständiger Marketingberater und Mediengestalter, Fachbereich Facebook und Wordpress. Mitglied des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes und des Bündnis für Tabakfreien Genuss.