Cochrane Review Update E-Zigarette

Beweise für die Wirksamkeit erhärten sich weiter

Die Cochrane Tobacco Addiction Group bringt ein regelmäßiges Update heraus, in dem sie über neue Erkenntnisse und laufende Forschung informiert. Die positiven Erkenntnisse zur E-Zigarette erhärten sich weiter.

Cochrane ist ein Netzwerk aus Wissenschaftlern, Ärzten und sogar Patienten, die in einzelnen Arbeitsgruppen Studien zu bestimmten Themen prüfen und zusammenfassen. Beispielsweise zu Schlaganfällen, Brustkrebs oder Bluthochdruck. Darüber hinaus gibt es regionale Gruppen oder auch Arbeitsgruppen zu wissenschaftlichen Methoden.
Die veröffentlichten Cochrane Reviews gelten weltweit als wissenschaftlicher Gold-Standard.

Gegründet wurde die Vereinigung an der Oxford University. Inzwischen hat sie über 100.000 Mitgleider und Unterstützer in über 200 Ländern.
Die Cochrane Gruppe für Tabakabhängigkeit wird unter anderem unterstützt und gefördert durch Cancer Research UK, dem National Institute for Health Research (so zu sagen die Forschungsabteilung des Gesundheitsministeriums) und der Oxford University.

Da die Arbeitsgruppe inzwischen auch die E-Zigarette genau beobachtet, veröffentlicht sie regelmäßige Updates, so genannte Briefings.
Interessant dabei ist, dass sie vor allem Studien betrachtet, die mit Menschen und nicht in vitro (Grundlagenstudien, „in der Petrischale“) durchgeführt werden.

In ihrem aktuellen Update vom April 2022 gab sie an vier neue laufende Studien zu beobachten sowie neun neue Studien, 25 fortlaufende Studien und 30 Veröffentlichungen zu analysieren.
Diese kommen zu den 61 bereits analysierten Studien mit genau 16.759 Teilnehmern.

Im aktuellen Briefing betont die Cochrane Tobacco Addiction Group folgende Ergebnisse:

  • E-Zigaretten waren beim Ausstieg aus dem Tabak erfolgreicher als nikotinfreie E-Zigaretten, Nikotinersatztherapien (Pflaster, Sprays etc.), therapeutisch unterstützte Entwöhnung und Entwöhnung ohne Hilfsmittel.
  • Es konnte kein Nachweis für Gesundheitsschäden durch E-Zigaretten gefunden werden.
  • Die häufigsten unerwünschten Effekte durch E-Zigaretten waren Husten, Kopfschmerz, Irritationen in Mund und Hals. Diese Effekte ließen nach kurzer Zeit regelmäßigen Gebrauchs nach.
  • Zwischen 9% und 14% konnten mit der E-Zigarette aufhören zu rauchen, im Vergleich zu 6% mit NRT (Pflaster, Sprays, etc.), 7% mit nikotinfreien E-Zigaretten und 4% mit therapeutischer oder keiner Hilfe.
  • Bei Dual Usern zeigte sich eine Verminderung des Kohlenmonoxids in der Atemluft. (Was auf eine Verminderung der Gesundheitsrisiken auch bei Dual Use hindeutet. Anm. d. Red.)

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Joey Hoffmann

Begründer und inhaltlich Verantwortlicher bei vapers.guru
Freier Redakteur, zuvor angestellter und selbstständiger Marketingberater und Mediengestalter, Fachbereich Facebook und Wordpress. Mitglied des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes.