Warnung: Keine E-Zigaretten bei der Weltmeisterschaft!

Empfindliche Strafen drohen

In vier Monaten beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Dampfer sollten ihre E-Zigarette besser zu Hause lassen.

Die kommende Fußball-Weltmeisterschaft in Katar ist seit langem von Skandalen überschattet. Nach Bekanntgabe der Ausrichtung in Zürich berichtete die Sunday Times von Bestechung. Die Vertreter von Tahiti und Nigeria hatten ihre Stimme zum Verkauf angeboten.

Kurze Zeit später berichtete der Guardian von 6500 Gastarbeitern, die bei den Bauarbeiten zur Weltmeisterschaft verstorben seien. Amnesty International geht laut einem Bericht von 2021 davon aus, dass zwischen 2010 und 2019 15.000 Gastarbeiter gestorben sind. Vor allem Inder und Nepalesen.
Nordkorea hatte 3000 Arbeitssklaven nach Katar gesendet, etwa 70 Prozent des Arbeitslohns wurden von der staatlichen „Vermittlungsagentur“ einbehalten.

Die Informationen zum Dampfen sind eher verwirrend als hilfreich. Denn Katar ist ein Emirat, also eine Monarchie. Zudem wird die islamische Scharia als Gesetzesgrundlage betrachtet. Das Rechtsverständnis ist also ein völlig anderes als in Europa.
Muslime können – beispielsweise wegen des Trinkens von Alkohol – mit Peitschenhieben bestraft werden.

Die E-Zigarette ist seit 2014 in Katar verboten. Nicht aber die Benutzung. Daher kommt es zu vielen unterschiedlichen Aussagen zur Rechtsprechung.
Das Dampfen muss gemäß der Logik nicht verboten sein, da es ja offiziell gar keine E-Zigaretten im Land gibt.

Bei einem Flug müssen E-Zigaretten laut Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) im Handgepäck bleiben. Das bedeutet wiederum, dass sie bei einer Durchsuchung am Flughafen entdeckt werden könnten. Es gibt viele Berichte über solche Vorfälle.

Wir haben alle Supermärkte, Apotheken und andere Geschäfte angewiesen, keine E-Zigaretten zu verkaufen. Wir haben auch den Zoll am Flughafen, an den Häfen und den Grenzen angewiesen, keine E-Zigaretten nach Katar zu lassen. […] Jeder, der im Besitz einer E-Zigarette ist, kann entsprechend angeklagt werden.

Dr. Kholood al-Mutawaa, Gesundheitsministerium Katar

Die Konfiszierung wäre die harmloseste Folge. Die Strafen können laut VapingPost 10.000 Riyal (etwa 2700,- Euro) oder bis zu drei Monate Haft betragen.


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Joey Hoffmann

Begründer und inhaltlich Verantwortlicher bei vapers.guru
Freier Redakteur, zuvor angestellter und selbstständiger Marketingberater und Mediengestalter, Fachbereich Facebook und Wordpress. Mitglied des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes.