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Tröpfler – Back to the roots

Warum nach vier Zügen nachfüllen cool sein kann.

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Tröpfler tröpfeln nicht. Einfach nur um den Wortwitz schon mal vom Tisch zu haben.

Jede E-Zigarette funktioniert nach dem gleichen Prinzip. Liquid wird von einem Depotstoff aufgesogen, beispielsweise durch Watte. Von dort aus wird es mit einem Heizdraht verdampft. Der Trick besteht nun darin, wie man die richtige Menge an Liquid an die Watte bringt, damit immer genau die richtige Menge Liquid zum Verdampfen vorhanden ist.
Die meisten Geräte haben dazu einen Tank, in dem je nach Gerät irgendwas zwischen 2ml und 6ml Liquid gespeichert werden. Denn ansonsten müsste man jedes Mal per Hand die Watte neu mit Liquid beträufeln, und das wäre ja ziemlich albern.

Oder auch nicht. Denn genau das sind Tröpfler. Ganz normale Verdampfer, bei denen aber der Tank fehlt. Back to the roots. Purismus pur.
Das hört sich für viele erst einmal albern an. Denn man muss tatsächlich nach wenigen Zügen das Gerät öffnen um wieder Liquid auf die Watte zu geben. Aber das hat auch ganz entscheidende Vorteile.

Wenn man so einen Verdampfer konstruiert ist das Schwierigste hinzubekommen dass immer ausreichend Liquid an der Watte ist. Denn man kann sie nicht einfach ertränken, es muss ja auch noch Luft durch.
Dafür gibt es viele unterschiedliche Lösungen. Durch Unterdruck, das Liquid technisch von unten an die Watte führen etc. Aber da gibt es auch die meisten Probleme, gerade bei Selberwicklern. Denn die Watte und die Spule müssen in Beschaffenheit, Anbringung und Leistung genau abgestimmt sein, sonst kommt es zum Siffen, Blubbern oder Dry Hit.
Das Problem fällt bei den Tröpflern schon mal weg.

vgtroepicDa man so auch die ganze Verdampferkammer kleiner halten kann, und somit auch den Weg zum Mund, ist der Geschmack viel deutlicher. Viel. Wirklich viel. So viel, dass man normale Liquids teilweise nicht dampfen kann, weil der Geschmack zu intensiv ist.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man damit natürlich super Liquids testen kann. Man hat einmal den sehr deutlichen Geschmack. Aber man muss auch nicht erst den Tank leer dampfen oder die Füllung wohlmöglich wegschütten, wenn man etwas Neues ausprobieren will. Deckel auf, neues Liquid drauf, und schon erledigt. Puristen können zur Not auch eben die Watte wechseln, dann wird es ganz pur.

vgtroepic1Allerdings sind alle Tröpfler Selbstwickler. Und genau deshalb werden sie auch gerne zum Cloud Chasing verwendet. Deshalb sind sie auch meist nur mit sehr offenen Drip Tips erhältlich.
Wickelt man sie sehr weit im Subohm Bereich hat man durch den kurzen Weg natürlich eine Dampfentwicklung die mit nichts zu vergleichen ist. Dazu kann man dann noch die Liquids entsprechend anpassen, und schon ist man im Traumland der Cloud Chaser.
Oft sind die entsprechenden Geräte schon am Namen erkennbar. The day after, Endlösung, Schädelbruch oder was auch immer den Marketingleuten nach durchzechter Nacht so einfällt.

Tröpfler sind also eher nichts für Einsteiger. Sie sind die Oldtimer Schrauberbude unter den E-Zigaretten. Man muss sich schon mit Liquids auskennen, mit Akkuträgern und dem ohmschen Gesetz, und man muss natürlich selber wickeln können.
Wer es allerdings mal selber testen will kann das leicht tun. Es gibt viele recht gute Tröpfler für kleines Geld, da ja die aufwendige und durchdachte Mechanik des Liquid Nachflusses entfällt.

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Joey Hoffmann

Joey Hoffmann

Begründer und inhaltlich Verantwortlicher bei vapers.guru
Vollzeit-Guru, zuvor angestellter und selbstständiger Marketingberater und Mediengestalter, Fachbereich Facebook und Wordpress. Mitglied des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes.