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Shake & Vape von Happy Liquid

Ausgefallene Aromen in neuen Kompositionen

Happy Liquid ist ein Urgestein. In vielen Vape Shops im Süden gehören die 10ml Liquids zum Standard Sortiment. Doch die Happys füllen auch für andere ab.
Seit letztem Jahr haben die Münchner nun auch Shake & Vape am Markt. Mit ausgefallenen Aromen.
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Seit 2011 gibt es den E-Liquid-Hersteller Happy Liquid aus München. Im Dampfersektor gilt man damit schon quasi als Urgestein.

Alle Liquids tragen das Prädikat “Made in Germany”. Wobei hier Wert darauf gelegt wird, dass alle Ingredienzien aus Deutschland stammen und nicht einfach irgendetwas zusammengemischt wird.

Happy Liquid nimmt auch eine Vorreiterrolle in Sachen Transparenz ein und veröffentlicht seit vielen Jahren Analysen der Liquids – bis hin zur Weichmacherfreisetzung der Flaschen – und gibt auch selbst Studien und Gutachten in Auftrag.

Über 60 Geschmacksrichtungen hat Happy Liquid im Portfolio, vielen Dampfern werden die Lynden VOD Aromen wie Apfelstrudel und Spring Break ein Begriff sein.

Getestet habe ich die neue Happy2-Reihe, die als 50ml nikotinfreies Shake & Vape in einer 60ml Flasche daherkommen. Praktisch ist die abschraubbare Tülle um den Nikotin- Shot einzufüllen.
Für Freunde des höheren Nikotinanteils wären zumindest 20ml an Nachfüllkapazität wünschenswert. Es sitzt nicht jeder auf kanisterweise 48mg-Bunkerbase.

Vorbildlich wiederum ist die Etikettierung, alle relevanten Informationen sind LESERLICH vorhanden. Auch das Flaschenmaterial gefällt gut, die richtige Balance zwischen Stabilität, Griffigkeit und Druckfestigkeit.

Die Liquids haben mit 70% VG und 30% PG den klassischen Sub-Ohmer als Zielgruppe. Leider sind ja fast alle Fertigliquids, egal von welchem Hersteller, nur mit 70:30 erhältlich, das also als Makel anzukreiden wäre nicht korrekt.

Happy2Feel

Ananas, Kokos, Granatapfel, Grapefruit, Erdnuss

Der beliebte Pina-Colada Mix aus Ananas und Kokos wurde hier noch mit Granatapfel und Grapefruit verfeinert und mit etwas Erdnuss-Aroma abgerundet.

Der Geruch ist ein sehr angenehmer Ananas-Grapefruit-Mix. Auf der Zunge entfaltet sich eine ananaslastige Mischung aus Süße und Säure mit einem herben Kick im Rachen.
Kokos und Erdnuss konnte ich nicht herauszuschmecken, beim Backendampfen verschiebt sich der Gesamteindruck mehr in einen weichen Mix. Nussige Eindrücke hatte ich bei keinem Setup herausschmecken können. Der Geschmack auf der Zunge bleibt sehr lange erhalten, speziell das säuerliche Prickeln.

Alles in Allem eine ausgewogene Balance unterschiedlicher Eindrücke auf Zunge, im Rachen und in der Nase. Keine Spur von Langeweile bis die Flasche leer war.

Happy2Play

Birne, Minze, Kürbis, Oregano, Rosmarin

„Die Süße der Birne wird leicht umspielt von der Frische der Minze. Harmonisch fügt sich die freche Kräuternote in die Kombination ein, ohne am Gaumen zu dominant zu sein.
Durch Varianten in den Einstellungen kann man die Frischenote oder eher die süßen Komponenten betonen, und so die persönlichen Vorlieben komplett ausleben.“

Beim Lesen der Geschmacksrichtung hatte ich eine gewisse vorsichtige Skepsis, doch schon der erste Zug hat mich eines Besseren belehrt. Happy2Play ist für mich der Überraschungssieger im Geschmack. Klare, dominante Birne auf der Zungenspitze und -Mitte, würzige Kräuter wie frisch aus dem Mörser im Rachen und der Nase.
Interessanterweise ergänzen sich beide Richtungen perfekt, zumindest im Crown und Manta – bei M2L ist es mir etwas zu “hell”, bzw frisch-fruchtig. Das fällt aber nur im direkten Vergleich zum Subohmen auf.
Kürbis schmecke ich überhaupt nicht heraus. Wenn es denn vorhanden sein sollte, wurde es nur zum Abrunden verwendet.

Auch hier bleibt der Geschmack sehr lange präsent, speziell das Kräuteraroma. Für reine Frucht-Menthol-Dampfer wird es vermutlich ein interessanter Sinneseindruck sein, für alle Anderen und experimentierfreudigen Dampfer eine ganz eindeutige “Probier-das”-Empfehlung.

Happy2Ride

Cranberry, Johannisbeere, Erdbeere, Ice Crystal, Menthol

„Zuerst dominiert die fruchtige Note von Cranberry, Johannisbeere und Erdbeere, dann kommt die kühle Frische von Ice Crystal und Menthol im Abgang.“

Ich weiß wohl, dass viele Dampfer gerne den Frischekick mögen. Mir selbst sagt es nicht so zu, ich finde es zerstört den eigentlichen Geschmack. Meiner Meinung nach viel zu frisch und kalt.
Johannisbeere kann man noch herausschmecken, es könnte aber genauso gut irgendetwas anderes beeriges sein.

Der Geruch und Lecktest auf der Zungenspitze ist dabei wirklich gut und so ist die Johannisbeernote auch im Vordergrund. Annähernd so ist es mit einer kleinen M2l-Dampfe bei geringer Luftzufuhr. Da schmeckt es mir halbwegs gut. Alles andere ist mir deutlich zu viel Frische. Weiter runterdosieren brachte leider keine wirkliche Verbesserung, dann schmeckt es irgendwann nur noch flach.



Happy2Kiss

Lotusblüte, Guave, Himbeere, Vanille, Biskuit

„Sinnlich-blumige Lotusblüte küsst die säuerlich-frischen Früchte und wird angenehm von einer leichten Vanille und Biskuitnote abgerundet.
Je nach Dampfverhalten spürt man die einzelnen Komponenten beim Ein-oder Ausatmen auf der Zunge und dem Gaumen und kann so den von Asien inspirierten Genuss noch steigern.“

Wie Lotosblüte schmeckt weiß ich zwar nicht, Happy2Kiss ist jedenfalls ein leicht säuerlich-dominantes Potpourri mit beeriger Süße auf der Zunge und Gaumen mit kuchigem Nachgeschmack in der Nase und ganz leichter Vanillenote.
Dieser Eindruck bleibt über die verschiedensten Setups recht stabil.

Für mich persönlich nicht unbedingt das beste Liquid im Test, aber einfach solide und lecker. Es gibt nichts daran auszusetzen. Warum das „geiles Zeug“-Erlebnis ausbleibt kann ich nicht mal sagen, denn vordergründig wurde alles richtig gemacht. Kein störender Beigeschmack, alle Sinne angesprochen, ausgewogene Komposition.

Happy2Love

Aprikose, Kiwi, Ananas, Chili, Ingwer

„Eine süßliche Aprikose wird von der herb-fruchtigen Kiwi geliebt und am Ende kommt der leichte Chili und Ingwer Kick. Die angenehme Schärfe der Chili und des Ingwers kann man durch die Einstellungen am Akkuträger nach Belieben variieren, von sehr sanft bis hin zu scharf ist alles möglich.“

Auch bei Happy2Love merkt man, dass sicherlich einige Zeit auf die Findung des richtigen Verhältnisses investiert wurde.
Wunderbar fruchtig mit leichtem Hang zur süssen Aprikose.
Die Schärfe kommt als sauber getrennter Eigengeschmack an der seitlichen Zunge und im Rachen. Schärfe als Geschmack zu definieren ist schwierig, der Geruch hat eine deutliche Tendenz zum Ingwer.

Sehr lecker, im Gegensatz zu den meisten anderen Happy2-Geschmäckern für mich aber eher etwas für zwischendurch und nicht als Dauergeschmack. In der kleinen Backendampfe schmeckt es etwas matschig, die verschiedenen Nuancen treten erst bei Leistung zu Tage.
Eine wirklich interessante Komposition speziell für Rachen und Nase.

Happy Spekulatius

Happy Liquid
Spekulatius und Gebäckstück sind die neusten, die zu Weihnachten an die Happy2 Serie “angehängt” wurden.

„Der unverwechselbare Spekulatius-Geschmack kommt von der besonderen Gewürz-Kombination aus Kardamon, Nelke und Zimt sowie dem leicht süßlichen Mürbteig. Bei voller Geschmacksentfaltung geht dieses Dampferlebnis trotzdem nicht auf die Hüften“

Wie der Name schon sagt, Spekulatius.
Allerdings erinnert mich der Geschmack eher an geschmolzenes Spekulatius-Eis. Irgendwie fehlt Röstaroma oder die Knusprigkeit.
Der Geschmack ist ordentlich und voluminös, aber etwas künstlich. Zudem habe ich nach einem Tank einen recht trockenen Mund und Hals.

Happy Gebäckstück

„Wie frisch aus dem Ofen der Happy Liquid Küche: Dieses Gebäckstück erinnert geschmacklich an einen fluffigen Biskuit-Kuchen mit einer leichten Süße.“

Als passionierter Fruchtdampfer tue ich mich grundsätzlich mit kuchigen Liquids eher schwer.
Happy Gebäckstück erinnert mich an einen Crepes mit Erdbeeren. Auch hier fehlt mir der würzige Rand eines dunkel gebackenen Kuchens.
Ein Erdbeergeschmack ist noch am ehesten erkennbar oder erahnbar, der Grundgeschmack ist eher teigig wie an Gebäck erinnernd. Hierbei ist es egal ob auf Lunge oder Backe, der Kick fehlt. Für mich das schwächste Liquid aus der Happy2-Serie.

Durch die Bank empfehlenswert

Die Happy2-Reihe ist zumindest im Fruchtbereich durch die Bank empfehlenswert.
Ich vermeide hier bewusst den Trendausdruck “komplex”, denn trotz der meist 5 Geschmäcker pro Liquid sind die Gesamteindrücke sehr geradeheraus. Egal ob Frucht-scharf, Frucht-Kräuter, Frucht-kühl… jeder Baustein der Komposition passt einfach.

Es wird vermutlich nicht jeder Dampfer mit allen Liquids gleich zufrieden sein, ein Fehlgriff wird aber sicherlich nie dabei sein.
Gerade Happy2Play oder Happy2Love hätte ich mir nicht im Laden mal einfach so mitgenommen, denn 20 Euro sind nun mal 20 Euro. Diesen Preis finde ich allerdings absolut marktgerecht.

Wenn man die Liquids aber einmal an der Probiertheke stehen sieht sollte man unbedingt zuschlagen. Jedes einzelne hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert und die Kompositionen heben sich erfreulich von den Standardgeschmacksrichtungen ab.

Eine Wertung ohne „Gebäckstück“ und „Spekulatius“ wäre noch einmal durchweg 0,5 Punkte besser ausgefallen.


Die Endzeit ist gekommen: https://www.vapers.guru/2019/01/13/endzeit-aromen-vom-dampfwerk/

IQOS: Die IQOS Mesh

Shake & Vape von Happy Liquid

Shake & Vape von Happy Liquid
8.3

Geschmack

8.5 /10

Preis/Leistung

8.0 /10

Individualität

8.5 /10

Pros

  • Abgestimmte Nuancen
  • Einzelaromen kommen heraus
  • Ausgefallene Aromen

Cons

  • Für M2L kaum geeignet
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Timo Manges

Timo Manges

Freier Redakteur bei vapers.guru
Betriebsleiter im Sicherheits-Großhandel. Freizeit-Schreiberling in einigen Blogs und Foren verschiedenster Fachrichtungen. Dampfer seit 2015.
Timo Manges

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