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Update: Tote durch E-Zigarette in den USA

Neue Entwicklungen zeigen das tatsächliche Ausmaß

  • „Tote durch E-Zigarette“ und „Mysteriöse Lungenkrankheit“ resultieren aus einem Zusatzstoff, der nur in THC Liquids enthalten ist
  • Großes illegales Drogenlabor in Wisconsin ausgehoben
  • Legale THC Liquids mit dem Zusatzstoff wurden durch die Behörden genehmigt und lizensiert
  • Aromenverbot für E-Zigarette könnte die Wiederwahl Trumps gefährden

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Im April begann es. Die ersten Gesundheitsschäden nach dem Konsum von E-Zigaretten wurden gemeldet.
Inzwischen gibt die zuständige Behörde CDC, die amerikanische Seuchenkontrolle Centers for Disease Control and Prevention, die Zahl der möglichen und amtlichen Fälle mit 380 an. Andernorts taucht die Zahl 450 auf.
Gemäß Behörde sind aktuell sechs Tote zu beklagen.

Die Berichterstattung in den USA war dazu seltsamerweise differenzierter als im deutschsprachigen Raum. Viele Medien titelten hierzulande mit „Tote durch E-Zigarette“ oder „Mysteriöse Lungenkrankheit durch E-Zigarette“.

Dagegen sprachen sehr schnell viele Faktoren. Was sich zumindest in den Leitmedien und bei den Behörden wenigstens ansatzweise wiederfinden ließ.

Weltweit konsumieren etwa 50 Millionen Menschen E-Zigaretten, um die Tabakzigarette zu ersetzen oder ihr zu entkommen. Bis heute sind wissenschaftlich keine Folgeschäden nachgewiesen.
Plötzlich sammelten sich Meldungen. Doch nur räumlich begrenzt, in den Bundesstaaten um Wisconsin und Iowa an der großen Seenplatte der USA. Wäre die E-Zigarette die Ursache, hätten solche Fälle jedoch weltweit auftreten müssen. Alleine in Europa geht man inzwischen von über zehn Millionen Dampfern aus.

Zudem gab es eine Häufung. Überwiegend junge Männer unter dreißig waren betroffen, auch Minderjährige. Die meisten davon konnten schnell wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Es handelte sich also auch nicht um eine „mysteriöse Lungenkrankheit“, sondern um akute Gesundheitsprobleme unmittelbar nach dem Konsum.

Keine „normalen“ E-Zigaretten

Schnell wurde klar, dass es nicht um handelsübliche Liquids in E-Zigaretten geht.
Inzwischen haben die meisten Geschädigten eingeräumt THC mit der E-Zigarette konsumiert zu haben. Und die „Pods“ oder „Cardridges“, die Behälter mit dem Liquid, „auf der Straße“ gekauft zu haben. Auch in den Bundesstaaten, in denen THC legal ist.
Tetrahydrocannabinol, kurz THC, ist der Wirkstoff des Cannabis. Der psychoaktive Stoff des Hanfes, der mit Marihuana und Haschisch konsumiert wird.

THC gefüllte Cartridges. Mit einem Straßenwert von 16 Dollar können sie auf jeden Akkuträger aufgeschraubt und konsumiert werden.

Die Geschädigten hatten die E-Zigarette genutzt um zu kiffen.
Was auch erklärlich macht, dass einige das nicht angegeben haben. In manchen Bundesstaaten ist der Konsum nach wie vor illegal. Erst recht bei Minderjährigen, die ihren Eltern sicher einiges zu erklären hätten.

Doch auch THC löst die beschriebenen Symptome nicht aus. Es wird in der Suchtforschung längst als deutlich weniger gesundheitsschädlich als Alkohol angesehen, mit einem sehr geringen Suchtpotenzial.
Die Symptome umfassten aber nicht nur Erbrechen, Herzrasen, Herzinsuffizienz und Bluthochdruck. Sondern bei vielen Geschädigten wurde eine Pneumonie beschrieben, die man im allgemeinen Sprachgebrauch als Lungenentzündung bezeichnet. Man konnte in bildgebenden Verfahren dunkle Stellen in den Lungen nachweisen.
Es war ersichtlich, dass akut etwas inhaliert worden sein musste, was diese Symptome ausgelöst hat und sogar bei sechs Menschen zum Tod geführt hatte.

Tocopherylacetat

Nicht durch die Behörden, sondern durch kleine, unabhängige Medien und durch Beiträge von YouTubern wurde dann klar, was der Auslöser sein könnte.
Neben anderen Möglichkeiten wie synthetisches Cannabis, die bisher nicht in allen Fällen ausgeschlossen werden konnten, fokussierte sich allmählich alles auf eine Substanz: Vitamin-E-Acetat.

Ein Problem bei der Herstellung von flüssigem THC aus Hanf ist, dass der Wirkstoff in den Pflanzen beziehungsweise im Harz enthalten ist. Es wird ein Öl extrahiert.
Da dieses Öl aber nicht wasserlöslich ist, kann man es nicht so ohne weiteres verdampfen und inhalieren. Denn es verbindet sich nicht mit den anderen Trägerstoffen und kann bei Lagerung ausflocken und sich wieder trennen. Jeder kennt das Experiment mit Wasser und Speiseöl aus der Schule.
Deshalb wird den THC Liquids Vitamin-E-Acetat zugegeben.

Das zähflüssige Vitamin-E-Acetat hat einen anderen Effekt als nur die Emulsion.
Gibt man eine geringe Menge THC Öl in das Liquid, so erscheint dieses dünnflüssig. Die Konsumenten haben also sehr schnell die Gleichung aufgemacht, dass umso zähflüssiger ein Liquid ist, es auch umso mehr THC enthält. Es wirkt stärker.
Das Vitamin-E-Acetat, oder korrekter Tocopherylacetat, verschleiert das. Denn seine hervorstechendste Eigenschaft ist es, das Liquid zähflüssiger zu machen. Um damit den Konsumenten zu suggerieren, dass viel THC enthalten ist.



Jeder der sich seine Liquids selber mischt, lernt sehr schnell, dass man keine Öle dampfen darf. Dafür gibt es viele verschiedene Gründe.
Um sich das laienhaft zu erklären, muss man sich nur einmal vorstellen, was tatsächlich beim Dampfen passiert. Die Flüssigkeit wird erhitzt und in den gasförmigen Zustand gebracht. Schon beim Inhalieren kühlt sie ab. In der Lunge wird sie dann noch weiter abgekühlt, sie kondensiert.
Auch von den Grundstoffen der Liquids Propylenglykol, Glycerin und Wasser verbleiben Rückstände in der Lunge. Doch die sind unbedenklich und können sehr leicht ausgeschieden werden. Beispielsweise mit einem Räuspern oder Abhusten, was der Dampfer gar nicht bewusst merkt. Das ist auch das, was den Husten bei Rauchern ausmacht. Die Lunge versucht sich von Rückständen, die sie nicht metabolisieren kann oder will, zu befreien.
Bei wasserunlöslichem Öl ist das deutlich schwieriger als bei den Alkoholen PG und VG.

Illegales Labor aufgebracht

Die Behörden reagieren zögerlich. Obwohl die FDA klar eingeräumt hat, dass es sich bei den meisten Fällen um Folgen des Konsums von kontaminierten THC Liquids handelt. Sie nennen auch das Vitamin-E-Acetat als wahrscheinlichen Auslöser. Auch Medien wie die angesehene Washington Post haben das bereits aufgegriffen.
Die Food and Drug Administration FDA ist die zuständige und mächtige Behörde, die für die Zulassung von Lebensmitteln und Medikamenten zuständig ist. Sie rät davon ab, solche „Pods“ auf der Straße zu kaufen oder mit der E-Zigarette THC zu konsumieren.

Anders die CDC, die wie die FDA dem Gesundheitsministerium unterstellt ist. Sie rät generell vom Konsum von E-Zigaretten ab. Was einer Warnung vor Insulin Spritzen für Diabetiker gleichkommt, weil es Herointote gegeben hat.

Die Seuchenschutzbehörde hat auch eine Empfehlung für Ärzte herausgegeben. In ihr rät sie dazu, nach Möglichkeit Proben der konsumierten Produkte zu nehmen. Sie rät jedoch nicht dazu, ein Drogenscreening bei den Patienten durchzuführen. Was viele Experten für merkwürdig halten.

Die Ermittlungsbehörden scheinen eine deutlich geringere Reaktionszeit zu haben.
Bereits vor drei Tagen wurden zwei Brüder in Wisconsin festgenommen.
Der 20 jährige Tyler Huffhines und sein drei Jahre älterer Bruder Jacob Huffhines werden beschuldigt solche THC Liquids illegal hergestellt zu haben.
Gemäß der Staatsanwaltschaft haben die beiden jedoch keine kleine Mischerei in ihrer Garage betrieben. Sie sollen mit insgesamt zehn Mitarbeitern für 20 Dollar Stundenlohn etwa 3000 bis 5000 der THC haltigen Cartridges hergestellt haben. Pro Tag.
Der ältere Bruder wurde bisweilen nur wegen illegalem Waffenbesitzes angeklagt, Tyler Huffhines werden mehrere Gesetzesverstöße zur Last gelegt. Seine Kaution wurde auf 500.000 Dollar angesetzt.

Mit Anfang zwanzig ein Millionengeschäft: Die angeklagten Brüder Tyler (links) und Jacob Huffhines.

Wisconsin war das Epizentrum, in dem die ersten Fälle gemeldet wurden. Inzwischen haben die örtlichen Behörden die Unterstützung des FBI angefordert. „Das könnte eine Bundesangelegenheit werden.“ sagte der zuständige Sherriff David Beth. „Wir denken gerne, wir hätten unseren Finger am Puls der Zeit. Wir hatten unseren Finger da nicht drauf.“

Bei einer Razzia fanden die Beamten neben 59.000 Dollar Bargeld auch dutzende Behälter mit THC Öl, 31.000 Cartridges mit THC Liquid und weitere 98.000 unbefüllte Pods.
Den Gesamtwert der beschlagnahmten Waren schätzen die Behörden auf 1,5 Millionen Dollar. Die einzelnen Pods haben einen Straßenwert von 16 Dollar.

Das alles würde reichen, um das Einzugsgebiet um Wisconsin großflächig zu beliefern. Doch es wird noch mehr solcher „Labore“ geben.
In den europäischen Medien erfährt man dazu nichts.

Verdächtiger Schadstoff behördlich genehmigt

Inzwischen wurden weitere Informationen bekannt, die diese Vorgänge zu einem handfesten Skandal ausweiten könnten.

Am 9. September berichtete die Canabis Plattform Leafly, dass einige legale Hersteller Produkte aus dem Verkauf genommen haben. Genau solche THC haltigen Cartridges, um die es bei den Vorfällen geht.
Das Unternehmen Florapex aus Michigan hatte seinen Online Shop komplett vom Netz genommen und Connoisseur Concentrates aus Tigard in Oregon hatte ein Branding seiner Marke Mr. Extractor aus dem Sortiment entfernt.

Der Betreiber des Unternehmens Andrew Jones sagt in einem offenen Brief sehr klar, dass sein Produkt „Clear Cut“ das diskutable Vitamin-E-Acetat enthielt. Er habe damit inzwischen Millionen verdient.
Weshalb er das so offen einräumt ist einfach: Es war alles genehmigt.

Jones ist einer der führenden Köpfe dieser jungen Industrie. Nicht beim legalen Cannabis Anbau, sondern bei der Weiterverarbeitung zu dampfbaren Produkten.
Seine Produkte waren durch die zuständige Oregon Liquor Control Commission (OLCC) zugelassen.

„Wir haben nach allen Kräften unseren Teil an Sorgfalt geleistet, indem wir uns mit der OLCC getroffen haben, unsere Inhaltsstoffe offen gelegt haben, verschiedene Labore mit Tests beauftragt haben, die FDA Richtlinien befolgt haben, Studien gelesen haben und vieles mehr.
Zu der Zeit erklärte die FDA „keine der Substanzen, eingeschlossen Vitamin-E-Acetat, wurde in den Proben als riskant identifiziert.“
Andrew Jones, Connoisseur Concentrates, 09.09.2019

Was daran zum Skandal werden könnte wird klar, wenn man die Aussage von Jones genauer hinterfragt.
Er traf die zuständige Behörde OLCC bereits im Frühjahr und erklärte, dass dieser Zusatzstoff (Vitamin-E-Acetat) innerhalb der nächsten Monate „überall sein werde“. Die Antwort der OLCC war, „dass das alles neu für sie war und sie noch nie davon gehört hatten.“
Das einzige Problem war, dass Connoisseur Concentrates das angegebene Vitamin-E-Acetat nicht als „Vitamin Blend“ bezeichnen durften, um nicht eine gesundheitsfördernde Wirkung zu implizieren.
Die Oregon Liquor Control Commission ist ursprünglich für die Lizensierung von alkoholischen Getränken zuständig. Doch inzwischen auch für Cannabis.

Andrew Jones, Begründer von Connoisseur Concentrates, die unter dem Namen Mr. Extractor legal THC Liquids vertreiben (Foto: Daniel Stindt)

Auf der Homepage von Mr. Extractor findet sich inzwischen eine Erklärung: Durch eigene Recherche haben sie inzwischen mindestens 40 legale Hersteller identifiziert, die Vitamin-E-Acetat verwenden.

Das bedeutet, dass offenbar weder die zuständige übergeordnete FDA, noch eine kleine Behörde wie die OLCC, Vitamin-E-Acetat überhaupt auf den Schirm hatten. Und auch die vielen Labore nicht, die mit den Analysen beauftragt wurden.

Offenbar wurden Produkte nicht nur legalisiert, sondern auch für den freien Handel lizensiert, die potentiell gesundheitsschädlich sind. Ganz einfach, weil die zuständigen Behörden keine Kompetenz hatten und es versäumt haben, die einzelnen verwendeten Zusatzstoffe zu überprüfen.

Ein Politikum

Das ganze könnte sich zu einem echten Politikum entwickeln.

Erst vor zwei Tagen hat der Gesundheitsminister Azar nach einem Briefing von Trump erklärt, alle E-Zigaretten mit anderen als Tabak Aromen sollen sehr schnell verboten werden. Voraussichtlich bereits in der nächsten Woche. (Link unten)
Auf die Toten wurde nicht explizit eingegangen, doch der Zeitpunkt ist frappierend. In der öffentlichen Wahrnehmung werden nun die angeblichen Toten durch die E-Zigarette und der Jugendschutz wegen einer angeblichen Epidemie vermischt.

Vor vier Tagen erklärte der Milliardär Michael Bloomberg für das Verbot von Liquids 160 Millionen Dollar spenden zu wollen.
Die gehen an die Campaign for Tobacco-Free Kids. Der Non Profit Organisation, die vom Nicorette Hersteller Johnson & Johnson gegründet wurde und jährlich mit Millionen gefördert wird.
Die Desinformation der Raucher ist gewünscht, bevor sie auf das weit weniger gefährliche Produkt E-Zigarette umsteigen können.

Doch dieses Konstrukt beginnt bereits zu bröckeln.
Wie der Washington Examiner vor zwei Tagen vorrechnete, könnte Trumps Entscheidung zum Verbot seine Wiederwahl kosten. Denn die Wiederwahl hängt vor allem an zwölf Staaten. Und die FDA hat vorgerechnet, dass etwa 4,5 Millionen Menschen alleine in diesen Staaten E-Zigaretten konsumieren.
Vor dem Hintergrund ist sicher auch Trumps beschwichtigender Tweet zu dem Thema zu verstehen. (Bild) Der jedoch entgegen einiger Kommentatoren der Erklärung von Azar und dem Verbot nicht widerspricht.

„Obwohl ich die Vaping Alternative zu Zigaretten mag, müssen wir sichergehen, dass diese Alternative SICHER für ALLE ist. Lasst uns Fälschungen vom Markt bekommen und junge Kinder vom Dampfen fernhalten.“ Präsident Donald Trump, Twitter, 13.09.2019

Hinzu kommt nun, dass es gar nicht um die E-Zigarette selber geht. Sondern um einen Stoff, der THC haltigen Liquids beigemischt wurde.
Zwei Faktoren sind entscheidend, die der Trump Administration wenig Freude bereiten dürften.

Zum einen die Blindheit dafür, dass 2019 auch Drogen mit Hilfe von E-Zigaretten konsumiert werden.
Die Behörden scheinen beschäftigt mit dem War on Drugs, in dem man großflächig Kokainhändler aus Südamerika bekämpft, aber völlig mit einer Heroin Welle überfordert ist. Die vor allem dadurch entstehen konnte, dass von der Pharmaindustrie gesponserte Ärzte für jedes Zipperlein süchtig machende Opiate verschreiben. Welche sich Patienten ohne Krankenversicherung nicht dauerhaft leisten können.
Und nun auch noch die E-Zigarette. Bei der sich legale von illegalen Produkten kaum unterscheiden lassen und die auf Facebook und Instagram gehandelt werden.

Zum zweiten wird man ungerne öffentlich diskutieren, dass die Ursache für die lebensbedrohlichen Probleme um die THC Liquids ein Zusatzstoff ist, den die zuständigen Behörden gar nicht auf dem Schirm hatten.
Mehr noch: Für den sie sogar Lizenzen erteilt haben.

Die Medien sind sehr schnell mit negativen Meldungen. Sie richtig zu stellen bedarf es häufig sogar Gerichtsurteilen. Wenn es denn überhaupt möglich ist.
Bis heute titeln nicht nur Boulevard Medien im deutschsprachigen Raum mit den Toten durch E-Zigaretten. Schaut man nur kurz hinter den Vorhang, wird schnell klar, dass es nicht die E-Zigarette ist. Und das es um viel mehr geht. Es geht um Milliarden, Macht und Politik.

Wie sang schon Neil Young?
The damage done.


Der Spiegel deckt die Machenschaftend er Dampfgegner auf: https://www.vapers.guru/2019/08/24/spiegel-deckt-machenschaften-gegen-die-e-zigarette-auf/
Auch in Deutschland verbreiten Gegner der Harm Reduction alternative Fakten: https://www.vapers.guru/2019/08/27/praesidentin-der-aerztekammer-erzaehlt-unfug-ueber-die-e-zigarette/

Verbot von E-Zigaretten mit Aroma

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Joey Hoffmann

Begründer und inhaltlich Verantwortlicher bei vapers.guru
Freier Redakteur, zuvor angestellter und selbstständiger Marketingberater und Mediengestalter, Fachbereich Facebook und Wordpress. Mitglied des Deutschen Fachjournalisten-Verbandes.

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