Die Verschwörung – New World Order oder was?

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Im Zeitalter der Kommunikation wird sehr viel kommuniziert. Teilweise zu viel. Eine Menge dessen was auf Social Media passiert bringt die Menschheit nur sehr bedingt nach vorne.
Es ist inzwischen Gang und Gebe in der Frühstückspause mal eben seinen Frust ins Handy zu hauen. Ob das tatsächlich Sinn macht ist irrelevant. Meinungen sind wie Arschlöcher: Sowas hat jeder.
Auch wenn es eher einer öffentlichen Zeitung gleicht haben Facebook und Konsorten den Stammtisch ersetzt. Wäre die Menschheit so intelligent wie sie sich gerne einredet würden wir Schulbücher teilen anstatt Kätzchen Videos. Obwohl: Nichts gegen Kätzchen Content. Geht immer.

Da wird sehr schnell etwas von Verschwörungen gefaselt. Für den Psychologen ist das sehr einfach. Verschwörungstheorien basieren vor allem auf unzureichende Informationen die durch Glauben und Meinungen ersetzt werden. Carl Gustav Jung, Sychronizitätsprinzip. Sachen die nichts miteinander zu tun haben werden verknüpft, nur weil man meint das passt irgendwie.
Dampfer sind gerade in der absurden Situation dass völlig verschiedene Interessengruppen gegen das Dampfen Opposition machen. Gruppen, die im Grunde nichts miteinander zu tun haben. Mehr noch, die sich nicht einmal leiden können. Aber die verfahren dann halt wie die Außenpolitik nach dem Motto „Der Feind meines Feindes ist mein Freund.“
Nachdem wir Euch die drei wichtigsten Protagonisten der Gegner vorgestellt haben, wollen wir doch mal auseinanderklamüsern was da nun wirklich an einer Verschwörung dran ist.

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Die WHO

Die WHO träumt von einer drogenfreien Welt. Das steht zwar so nicht im Programm, aber bekanntermaßen auf der Agenda. Nun stand die WHO vor der strategischen Entscheidung für oder gegen das Dampfen zu sein.
Der Vorteil ist klar zu sehen und jedem Dampfer vollkommen einleuchtend. Dampfen ist weniger schädlich als rauchen. Zack, aus, fertig, Fisch geputzt.
Aus Sicht der WHO stellt sich das aber ganz anders dar. Denn aus ihrer Sicht ist dampfen eine neue Droge. Von den Spätfolgen weiß man zwar noch nichts. Aber die WHO hat es sich zu Eigen gemacht dass jede Droge irgendwie vom Staat reguliert werden sollte. Ob das Sinn macht oder nicht. Denn sie hat ihre Prioritäten anders gesetzt. Die WHO will mit ihrer Politik nicht dass weniger Menschen rauchen. Oder weniger Menschen an Lungenkrebs sterben. Die WHO möchte dass einfach gar keiner mehr irgendetwas nimmt und daran krank wird. Und da ist sie wenig kompromissbereit.
Für den Normalsterblichen der sich nicht die Schuhe mit der Zange zumacht ist das absurd. Aber genau das ist was dort gerade passiert.
Hinzu kommt, dass die WHO leider nicht mehr so ganz finanziell unabhängig ist wie sie sich gerne nach außen darstellt.

Das DKFZ verfolgt prinzipiell eigentlich überhaupt keine Politik in dieser Richtung. Denn das DKFZ hat weit besseres zu tun. Es forscht gegen Krebs im Allgemeinen. Was natürlich Tabak mit einschließt, aber nur ein Bruchteil ist.
Die inzwischen den meisten Dampfern bekannte Frau Dr. Pötschke-Langer ist auch nicht irgendwie beim DKFZ angestellt. Geschweige denn dass sie da forscht. Sondern sie vertritt ganz klar die Interessen der WHO. Denn Sie ist Leiterin der „Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum und des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle“. Das ist eine lupenreine Außenstelle der WHO.

Die Tabakindustrie und die Pharmaindustrie können wir eigentlich abhaken. Denn was die gegen das Dampfen haben ist offensichtlich. Mit jedem Dampfer verkauft die Tabakindustrie weniger Kippen und die Pharmaindustrie weniger Nikotinkaugummis. Dürfte wohl jedem einleuchten.

Die Medien können wir eigentlich auch abhaken. Wir erwarten zu viel von den Medien die wir konsumieren. Lest dazu einfach den Abschnitt, dann wird alles klar.

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Familienministerin Schwesig hat Dampfen verstanden. Nicht.

Bleibt noch der Staat. Und da wird es etwas komplizierter.
Der Bürger hat gerne das Bild -und das Gefühl- dass Politiker wissen was sie tun. Das wissen die meist auch. Aber eben anders als man es sich vorstellt.
Ein Politiker ist in der Regel kein Fachmann. Das ist auch vollkommen unmöglich. Denn er muss ja über Dinge entscheiden wie embryonale Stammzellenforschung, erneuerbare Energien, Rentenhöhen und Jugendschutz beim Dampfen. Kein Mensch kann Experte bei allem sein. Es gibt Professoren die spezialisieren sich auf einen Ausschnitt eines einzigen Fachgebietes und arbeiten ihr Leben lang daran.
Deshalb sind die meisten Politiker auf Bundesebene gelernte Juristen. Dann wissen sie wenigstens wie der Staat funktioniert und wie man Gesetze macht. Ist ja auch schon mal was. Für alles andere holt man sich dann Ratgeber.
Und es ist nun einmal so, dass die beliebtesten Ratgeber bei diesen Fragen um die Gesundheit nun einmal das DKFZ und das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR sind. Und da schließt sich der Kreis. Denn das sind wieder genau die, die prinzipiell und strategisch grundsätzlich etwas gegen jede Art von Droge haben.
Bei über 600 Abgeordneten im Bundestag, die selber wiederrum eigene Büros mit Angestellten unterhalten, ist es also per se schwierig Informationen und Standpunkte an die Entscheidungsträger zu bringen. Ein akademischer Titel ist dabei schon von Vorteil, aber keine Garantie.
Der Staat, und das sei ganz klar gestellt, hat keinen Vorteil dadurch dass Dampfen scheinbar benachteiligt oder reguliert wird. Auch wenn es naheliegt das zu glauben. Aber das ist schlicht zu kurz gedacht.
Zwar verdient der Staat an der Tabaksteuer jedes Jahr etwa 14 Milliarden. So viel wie der ganze Bundesetat für Bildung. Aber wenn weniger Menschen durch das Rauchen sterben, weniger krank sind, weniger gepflegt werden müssen, dann könnte er ja noch viel mehr verdienen. Ohne Kehlkopf zahlt man wenig Steuern. Und das weiß der Staat auch. Soviel sollte man den Politikern allemal zutrauen.

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Wilhelm von Ockham, Dampfer Experte

Was ist denn nun eigentlich eine Verschwörung?
Eine Verschwörung ist nicht, wenn Leute die sich eigentlich spinnefeind sind das gleiche Ziel verfolgen. Eine Verschwörung ist auch nicht, wenn sich auf Grund von systemischen Bedingungen etwas anders verhält als der normale Menschenverstand es einem eingibt.
Eine Verschwörung ist eine geheime Absprache von verschiedenen Parteien zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels.
Das würde bedeuten, dass im Fall des Dampfens Politiker, WHO, DKFZ, Medien, Tabakindustrie und Pharmaindustrie heimlich an einen runden Tisch kämen und sich händereibend darauf einigen würden das Dampfen weg zu regulieren.

Vor bummelig 700 Jahren lebte ein Mönch namens Wilhelm von Ockham. Der hat viel und intensiv nachgedacht. Über die Welt, die Wissenschaft, die Kirche und über das was andere Philosophen vor ihm schon gesagt hatten. Und er formulierte einen Grundsatz.
Wenn es mehrere Erklärungen für etwas gibt, dann ist die einfachste Erklärung allen anderen vorzuziehen.
Diesen wissenschaftlichen Grundsatz nennt man inzwischen einfach Ockhams Rasiermesser. Denn alles Überflüssige wird einfach rasiert.
Wenden wir Ockhams Rasiermesser auf die derzeitige Situation an, dann wird eines schnell klar: Wir benötigen keine Verschwörung um uns die Situation zu erklären.
Die Pharma- und Tabakindustrie wollen Kohle verdienen. Die WHO und das DKFZ träumen den seltsamen Traum von einer drogenfreien Welt und machen dabei den Denkfehler lieber alles auszumerzen als das kleinste Übel zu akzeptieren. Der Staat kann nur beurteilen, was andere ihm einflüstern und was er dann für glaubwürdiger hält. Und er fragt die falschen Leute.

Keine Verschwörung. Keine geheimen Treffen in kerzenbeleuchteten Tunnelgewölben. Keine Freimaurer, kein geheimer Gruß. Keine Aufnahmerituale, keine Kapuzenumhänge. Wahrscheinlich nicht einmal schwarze Konten.

Wirklich Leute, die sind einfach nur so dämlich.
Spart Euch die Aufregung.
Findet Euch damit ab.

Unsere Politik Serie:
Die Politik – Eine Übersicht
Die TPD2 – Die Apokalypse ist nah!
Die WHO – Von Wurst kann man sterben
Die Zentrale – Das DKFZ oder Wahnsinn mit Methode
Die Medien – Pickelige Sozialpädagogik Studenten
Die Verschwörung – New World Order oder was?
Die Studie – Eine Revolution?
Der Denkfehler – Sprechen wir über Frösche